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Blizzard setzt bei Overwatch auf mutige Systemänderungen

Blizzard hat die Angst vor tiefgreifenden Änderungen am Overwatch-Formel abgelegt. Ein neues Perk-System, eine ganzjährige Erzählung und die Bereitschaft, Spielererwartungen zu brechen, sollen das Spiel erfolgreich halten.

Blizzard hat bei Overwatch bewusst damit begonnen, die eigene Formel infrage zu stellen. Wie Associate Game Director Alec Dawson auf der BlizzCon erklärte, sei der Mut zu grundlegenden Systemänderungen der Grund für die zuletzt positive Stimmung rund um das Spiel. Statt bestehende Mechaniken zu konservieren, setze das Team nun auf Überraschungen und Innovationen.

«Es ist wirklich wichtig, die Leute weiterhin überraschen zu können», sagte Dawson. Man höre zwar genau hin, was sich die Community wünsche, etwa mehr Erzählung oder zusätzliche Helden, verfolge diese Wünsche aber mit voller Kraft und suche gleichzeitig nach neuen Wegen. Die Spielerschaft habe auf die diesjährigen Veränderungen sehr positiv reagiert.

Als zentrales Beispiel nennt Dawson das Perk-System, ein völlig neues Gameplay-Element, das die Fähigkeiten der Helden grundlegend verändert. «Es geht wirklich darum, keine Angst vor unseren Änderungen zu haben», so Dawson. Man wolle die Vorstellung davon, was Overwatch ist, erweitern und die Formel auch mal infrage stellen. Man wolle weiterhin der beste kompetitive Shooter sein, aber auch Dinge tun, die unerwartet sind.

Neben den mechanischen Eingriffen hat Blizzard in diesem Jahr erstmals eine zusammenhängende Erzählung über ein ganzes Jahr gespannt. Im Mittelpunkt steht der Machtkampf zwischen Vendetta und Doomfist um die Kontrolle über Talon. Diese Geschichte sei ein großer Anziehungspunkt für die Spieler, die gespannt auf das Finale warten. Die Kombination aus massiven Gameplay-Änderungen und aufwendigem World-Building scheint für das Spiel aufzugehen.

Ein weiterer Erfolg war die Entscheidung, Anfang des Jahres gleich fünf neue Helden auf einmal zu veröffentlichen. Dieser Schritt half laut Dawson auch dabei, die Toxizität unter den Spielern zu verringern. Weitere Veränderungen stehen bereits an, darunter ein großes Rework für die beiden Alt-Helden Roadhog und Sombra.

Mit der Bereitschaft, vertraute Systeme zu hinterfragen, hat Blizzard nach eigener Darstellung einen Weg gefunden, die Community zu binden und gleichzeitig neue Akzente zu setzen. Die jüngsten Reaktionen auf die Neuerungen bestärken das Team darin, diesen Kurs fortzusetzen.

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