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Crédit Agricole will deutsche Privatkundenzahl bis 2028 verdoppeln

Die französische Großbank Crédit Agricole baut ihr Privatkundengeschäft in Deutschland aus und will bis Ende 2028 zwei Millionen Kunden gewinnen. Geplant sind ein digitales Girokonto, Geldanlageprodukte und 20 Filialen in Großstädten. Der Markt ist umkämpft: Auch BBVA und JPMorgan Chase drängen nach Deutschland.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Die französische Großbank Crédit Agricole will ihr Privatkundengeschäft in Deutschland deutlich ausbauen und die Zahl ihrer hiesigen Privatkunden bis Ende 2028 auf zwei Millionen verdoppeln. Das kündigte das Institut in Frankfurt an. Kern der Wachstumsstrategie ist die Entwicklung einer Universalbank mit einem umfassenden Angebot, das Privatkundinnen und Privatkunden in allen Lebensphasen begleiten soll.

«Aufbauend auf unserer mehr als 70-jährigen Präsenz im Land schlagen wir ein neues Kapitel auf, indem wir unser Universalbankmodell in Europas größter Volkswirtschaft umsetzen», sagte Crédit-Agricole-Chef Olivier Gavalda. Zunächst will die Bank in Deutschland ein digitales Girokonto sowie Geldanlageprodukte wie Tagesgeld und Festgeld anbieten. Später sollen Produkte und Services zum Vermögensaufbau, zur Altersvorsorge sowie Kreditangebote das Angebot vervollständigen.

Für den Start sind 20 Bankfilialen in Großstädten geplant, in denen 600 Beschäftigte arbeiten sollen. Sie kommen von der bisherigen Tochter Creditplus, die in der Crédit Agricole Deutschland aufgeht. Das Institut ist nach eigenen Angaben gemessen an der Kundenanzahl die größte Bankengruppe Europas und die neuntgrößte der Welt. In Deutschland ist Crédit Agricole seit mehr als 70 Jahren tätig und beschäftigt hierzulande bereits mehr als 2.000 Mitarbeiter.

Die Franzosen sind nicht die einzigen ausländischen Akteure, die verstärkt um Privatkunden in Deutschland werben. Im Juni 2025 war die spanische Großbank BBVA hierzulande gestartet und hatte mit einem Zins-Lockangebot für Aufsehen gesorgt. Seit Mai dieses Jahres lockt die US-Großbank JPMorgan Chase mit ihrer digitalen Privatkundenbank Chase in Deutschland um Kundschaft. Kundeneinlagen stellen nach wie vor eine günstige Finanzierungsquelle dar, und der deutsche Markt gilt als attraktiv: Ende des ersten Quartals 2026 summierte sich das Geldvermögen der privaten Haushalte hierzulande nach Zahlen der Bundesbank auf rund 9.490 Milliarden Euro. Mehr als ein Drittel davon, nämlich 37,4 Prozent, sind Bargeld und Einlagen wie Tagesgeld.

Der deutsche Bankenmarkt ist bereits eng umkämpft. Mit dem Einstieg weiterer ausländischer Institute verschärft sich der Wettbewerb um Privatkunden, die von digitalen Angeboten und attraktiven Zinsen profitieren könnten. Crédit Agricole setzt dabei auf ein Modell, das digitale Kanäle mit einer breiten Produktpalette verbindet und schrittweise ausgebaut werden soll. Ob die ehrgeizigen Ziele erreicht werden, hängt auch davon ab, wie schnell die Bank ihre Angebote in Deutschland etablieren kann.

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