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Survival-Horror-Spiel «Where Dolls Hang» nutzt echte Fotos der Isla de las Muñecas

Das kommende Indie-Horrorspiel «Where Dolls Hang» verarbeitet die realen Puppen der mexikanischen Isla de las Muñecas. Entwickler Steelkrill Studio integriert authentische Fotografien der Insel in das Spiel, das 2026 für Steam erscheinen soll.

Das kommende Survival-Horror-Spiel «Where Dolls Hang» des Solo-Entwicklers Steelkrill Studio verknüpft seine Spielwelt mit einem realen Ort: der Isla de las Muñecas in Mexiko, der sogenannten Insel der Puppen. Wie der Entwickler mitteilte, wurden einige der im Spiel verwendeten Puppenmodelle auf Basis echter Fotografien erstellt. Diese Aufnahmen sollen zudem an verschiedenen Stellen im Spiel selbst zu finden sein.

Ein begleitender Gameplay-Ausschnitt zeigt, wie das Prinzip funktioniert: Eine Spielfigur hält das Foto eines schmutzverkrusteten Puppenkopfes in der Hand, auf dem feine Regentropfen wie kleine Pusteln haften. Als die Figur das Bild fallen lässt und nach vorn blickt, ragt derselbe Puppenkopf auf einem Pfahl unmittelbar vor ihr aus dem Boden. Auf diese Weise entsteht eine direkte Verbindung zwischen der fotografischen Vorlage und der unmittelbaren Spielumgebung.

Die Isla de las Muñecas blickt auf eine jahrzehntelange Geschichte zurück. Der Folklore zufolge sollen die kahlen, mit Spinnweben überzogenen und an Bäume genagelten Puppen den Geist eines ertrunkenen Mädchens beherbergen. Der frühere Betreiber der Insel, Don Julian Santana, soll sein Leben lang Plastikpuppen und Barbies aus dem Wasser in der Nähe seines Hauses gefischt haben, um diesen Geist zu ehren. Ob die Geschichte des Mädchens wahr ist oder von Santana erfunden wurde, lässt sich nicht klären. Fest steht, dass die Puppen über rund 80 Jahre hinweg zu einem unheimlichen Wahrzeichen der Insel geworden sind.

«Where Dolls Hang» versteht sich nach Angaben des Entwicklers als Hommage an diesen Ort und an die Tatsache, dass die reale Welt oft seltsamer ist als die Fiktion. «Einige der Puppenmodelle, die ihr finden werdet, wurden mithilfe echter Fotografien erstellt», erklärte Steelkrill auf Twitter. «Die Fotografien können auch im Spiel gefunden werden.» Eine Pressemitteilung beschreibt den Effekt als ungewöhnliche Verbindung zwischen den Schrecken des Spiels und der Wirklichkeit: Etwas Störendes, das in einem Raum hängt oder in der Dunkelheit sitzt, müsse nicht vollständig aus der Fantasie entstanden sein. Irgendwo auf der Welt könne ein echtes Foto dahinterstehen.

Damit zählt «Where Dolls Hang» zu den seltenen Spielen, die auf einer wahren Begebenheit basieren. Das Spiel wurde im Sommer in der Showcase der Horror Game Awards vorgestellt und soll 2026 erscheinen. Auf Steam kann es bereits auf die Wunschliste gesetzt werden.

Für die Zielgruppe des Horror-Genres ist die Verbindung aus dokumentarischem Material und fiktiver Spielwelt ein ungewöhnlicher Ansatz. Während viele Gruselspiele auf erfundene Mythen setzen, bezieht Steelkrill Studio seine Inspiration aus einem realen Ort, der seit Jahrzehnten Schaulustige und Gruselfans anzieht. Die Fotografien der Puppen dienen dabei nicht nur als Texturvorlage, sondern werden als sammelbare Objekte in die Spielwelt eingebettet. Wer genau hinsieht, kann die Grenze zwischen dem, was am Bildschirm geschieht, und dem, was tatsächlich irgendwo in Mexiko hängt, nicht mehr eindeutig ziehen.

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