Blizzard schickt Diablo 4 in eine neue Runde: Die Saison «Hell's Legacy» startet am 15. September und feiert gleichzeitig das 30-jährige Jubiläum der Franchise sowie den Debütauftritt des Spiels auf der Nintendo Switch 2. Im Mittelpunkt der neuen Season steht die Rückkehr von Deckard Cain, einer der prägendsten Figuren der Reihe.
Der legendäre Horadrim gibt den Spielerinnen und Spielern eine klare Aufgabe mit auf den Weg: Sie sollen sich den Überresten der Prime Evils stellen — jenen drei dämonischen Erzfeinden, die seit den Anfängen der Serie als zentrale Bedrohung für Sanktuario gelten. Dazu gehört auch Diablo selbst, der Herr des Schreckens. Die Saison verspricht damit eine Rückbesinnung auf die Wurzeln der Reihe und bringt ikonische Schauplätze und Gegenstände aus früheren Teilen zurück.
Für Blizzard ist der Zeitpunkt der Saison bewusst gewählt. Das Unternehmen feiert in diesem Jahr das 30. Jubiläum von Diablo und nutzt die Gelegenheit, um langjährige Fans mit Nostalgie zu bedienen, während gleichzeitig neue Spielerinnen und Spieler auf der Switch 2 erreicht werden sollen. Die Nintendo-Konsole erhält damit erstmals einen Ableger der Hauptreihe, was die Reichweite der Marke deutlich vergrößern dürfte.
Doch die Zukunft der Reihe liegt nicht nur in der Vergangenheit. Blizzard hat auf der BlizzCon 2026 bereits Diablo 5 angekündigt, das im Frühjahr 2029 erscheinen soll. Die Handlung spielt 100 Jahre nach den Ereignissen von Diablo 4 — in einer Welt, die von Diablo selbst beherrscht wird. Drei spielbare Klassen wurden bereits enthüllt: der Monk und der Demon Hunter, beide bekannt aus Diablo 3, sowie der Plague Knight, eine völlig neue Klasse, die als «wandelnder Tod» beschrieben wird und Krankheit sowie Seuchen verbreitet, um daraus Macht zu ziehen.
Laut Game Director Brent Gibson sind weitere Erweiterungen für Diablo 4 nicht mehr geplant. Stattdessen konzentriert sich das Team auf die saisonalen Inhalte und die Entwicklung von Diablo 5. Die Geschichte des Hasses sei mit der Lord-of-Hatred-Erweiterung abgeschlossen, nun wolle man die «Geschichte des Schreckens» erzählen. Die Seasons von Diablo 4 sollen dabei auf die Ereignisse von Diablo 5 hinarbeiten, auch wenn zwischen beiden Spielen ein Jahrhundert liegt. Gibson räumte ein, dass Blizzard noch kein vollständiges Bild davon habe, wohin die Reise genau führen werde — man wolle sehen, wie die Fans Saison für Saison reagieren.
Diablo 4 ist damit das erste Spiel der Reihe, das mehr als eine Erweiterung erhalten hat. Ursprünglich war von jährlichen Erweiterungen die Rede, doch dieser Plan wurde schnell verworfen. Die Lord-of-Hatred-Erweiterung erschien im April dieses Jahres, rund eineinhalb Jahre nach Vessel of Hatred. Neben der neuen Saison kündigte Blizzard außerdem die Amazon als neue spielbare Klasse an. Sie soll im ersten Halbjahr des kommenden Jahres als eigenständiges DLC-Paket erscheinen.
Für Fans der Reihe bedeutet das eine doppelte Perspektive: Während «Hell's Legacy» ab dem 15. September die alten Helden und Schurken zurückbringt, arbeitet Blizzard im Hintergrund bereits an der nächsten Generation. Die Switch-2-Version von Diablo 4 dürfte dabei eine entscheidende Rolle spielen, um die Marke einem breiteren Publikum zugänglich zu machen — und um neue Spielerinnen und Spieler auf die kommenden Jahre einzustimmen.