Netflix erhöht in Deutschland erneut die Preise für seine Streaming-Abonnements. Der Marktführer im Videostreaming begründet den Schritt wie bereits bei früheren Preisanpassungen mit einem wachsenden und attraktiveren Programmangebot. Ein attraktives Programm erfordere hohe Investitionen, heißt es zur Erklärung des Unternehmens.
Von der Preiserhöhung sind alle Abo-Modelle betroffen. Besonders stark fällt die Verteuerung beim günstigsten Tarif aus: Dieses kostet künftig rund 40 Prozent mehr als bisher. Auch beim teuersten Abo wird eine neue Preisgrenze überschritten. Damit setzt sich der Trend fort, dass Streaming-Dienste ihre Tarife in Deutschland regelmäßig anpassen.
Der Schritt dürfte viele der Millionen Kundinnen und Kunden in Deutschland betreffen, die Netflix als ihren primären Streaming-Dienst nutzen. Für Haushalte, die mehrere Abonnements parallel buchen, steigen die monatlichen Ausgaben für Unterhaltung damit weiter an. Die Konkurrenz im Markt für Video-on-Demand war in den vergangenen Jahren ebenfalls mehrfach dazu übergegangen, die Preise zu erhöhen.
Netflix verweist im Zusammenhang mit der Preisanpassung auf den Ausbau seines Angebots. Das Unternehmen investiert kontinuierlich in neue Serien, Filme und Produktionen, um die Plattform für Bestands- und Neukunden attraktiv zu halten. Diese Investitionen sollen durch die höheren Abo-Einnahmen gegenfinanziert werden. Details zu den genauen neuen Monatsbeträgen der einzelnen Tarifstufen wurden zunächst nicht im Detail kommuniziert.
Für Bestandskunden gilt in der Regel eine Übergangsfrist, bevor die neuen Konditionen wirksam werden. Neukunden zahlen die erhöhten Preise in der Regel ab sofort. Die Ankündigung reiht sich ein in eine Serie von Preisanpassungen, die der Streaming-Anbieter in den vergangenen Jahren in Deutschland vorgenommen hat. Bereits mehrfach hatte das Unternehmen die Monatspreise nach oben korrigiert und dabei stets auf das erweiterte Inhaltsangebot und gestiegene Produktionskosten verwiesen.
Die erneute Erhöhung dürfte die Diskussion über die Kostenbelastung durch mehrere parallele Streaming-Abos weiter anheizen. Verbraucherschützer hatten in der Vergangenheit wiederholt dazu geraten, die eigenen Abo-Verträge regelmäßig zu überprüfen und nicht benötigte Dienste zu kündigen. Angesichts der wachsenden Zahl an Anbietern mit eigenen Produktionen wird die Auswahl für Verbraucherinnen und Verbraucher jedoch nicht kleiner, sondern größer.