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Ukraine greift Treibstoffanlage für Marschflugkörper an

Die Ukraine hat in der Nacht zu Freitag mehrere russische Regionen angegriffen, darunter eine Fabrik für Raketentreibstoff und ein Öldepot bei Belgorod. Präsident Selenskyj prüft sektorale Waffenruhen, während Außenminister Wadephul den Ton gegenüber Moskau verschärft.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Die Ukraine hat in der Nacht zu Freitag mehrere russische Regionen mit Drohnen und Raketen angegriffen. Nach Angaben der Online-Zeitung «Kyiv Independent» richtete sich einer der Angriffe gegen eine Fabrik, in der Treibstoff für die russischen Marschflugkörper der Typen Kh-55 und Kh-101 hergestellt wird. In dem Werk werden dem Bericht zufolge Teile des Raketentreibstoffs Decilin-M sowie Zusätze für Diesel- und Flugturbinentreibstoff produziert.

Die Anlage war bereits im Februar 2026 Ziel eines ukrainischen Angriffs. Damals sollen nach Angaben des ukrainischen Generalstabs rund 6000 russische FPV-Drohnen zerstört worden sein. Ein weiterer ukrainischer Angriff in der Nacht löste nach Daten der NASA-Plattform Fire Information for Resource Management System (FIRMS) einen Brand in einem Öldepot nördlich der Stadt Belgorod aus. Über das Ausmaß des Schadens war zunächst nichts bekannt.

Unterdessen erörtert die Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj alle Optionen für eine sektorale Waffenruhe, auch zu Wasser und im Energiebereich. «Was mögliche sektorale Waffenruhen betrifft: Wir besprechen alles, sowohl den Seeverkehr als auch die Energieversorgung. Was realistisch oder realistischer wäre, dazu bin ich noch nicht bereit, etwas zu sagen, aber ich verstehe es», sagte Selenskyj laut der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform. Er wolle Details nicht vorschnell preisgeben, da Russland bewusst entgegen den Vereinbarungen handeln könnte.

Außenminister Johann Wadephul hat nach dem ergebnislosen Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow am Rande der UN-Generalversammlung in New York den Ton gegenüber Moskau verschärft. Nach den jüngsten massiven Angriffen auf die Ukraine mit zahlreichen zivilen Opfern attackierte der CDU-Politiker Russland scharf und drohte mit umfangreichen Sanktionen. «Putins Grausamkeit kennt keine Grenzen», kritisierte Wadephul. Putin setze «seinen Raketenterror auf die Ukrainerinnen und Ukrainer, darunter viele Kinder, mit immer größerer Härte fort», sagte Wadephul der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mit Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Putin werde dennoch scheitern, «am Widerstand der Ukraine – und an unserer fortgesetzten Unterstützung für deren Verteidigung».

Ein ukrainisches Verhandlungsteam will am Freitag und Samstag in den USA mit den Unterhändlern von US-Präsident Donald Trump zusammentreffen. Die Delegation werde mit Jared Kushner und Steve Witkoff sprechen, sagte Selenskyj am Donnerstag gegenüber Journalisten. Die Gespräche sollten zwei Tage dauern. Auch ein europäisches Team solle dazustoßen. Am Sonntag hatte Selenskyj gesagt, dass die USA neue trilaterale Gespräche der Vereinigten Staaten, Russlands und der Ukraine über ein Ende des Ukraine-Krieges planten. Die von Washington vermittelten Gespräche sollten demnach bis Ende Oktober stattfinden. Die USA stünden dafür mit der Ukraine und Russland in Kontakt.

Selenskyj widersprach zugleich der Einschätzung von US-Außenminister Marco Rubio, der bei seinem Besuch in Lissabon gesagt hatte, der Ukraine-Krieg scheine derzeit in einer Sackgasse zu stecken. «Wir befinden uns nicht in einer diplomatischen Sackgasse», bekräftigte Selenskyj bei einer Pressekonferenz mit dem britischen Außenminister Ed Miliband in Pryluky. Die russische Wirtschaft müsse blockiert, Moskau mundtot gemacht und die Waffenproduktion durch Sanktionen stillgelegt werden. Zudem erneuerte Selenskyj seine Forderung, den Satelliten-Internetdienst Starlink über Russland für das ukrainische Militär freizuschalten. Sobald die Ukraine mit ihren Waffen den russischen Himmel dominiere, werde Putin sich an den Verhandlungstisch setzen. «Warum? Weil er alles verliert. Drei Monate, zwei Monate und er verliert alles», sagte Selenskyj. Dabei warf er den USA «Unwillen» vor, den Kreml zu Verhandlungen zu bewegen. Washington koste eine Freigabe von Starlink gar nichts.

Unterdessen sorgt ein Bericht der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass für Aufsehen: Altkanzler Gerhard Schröder, der inzwischen geschäftlich für die russische Supermarktkette Globus in Moskau tätig ist, soll am Mittwoch mit Kremlchef Putin dessen 74. Geburtstag gefeiert haben. «Gestern Morgen erfuhr Putin aus Medienberichten, dass Gerhard Schröder geschäftlich für die Firma Globus in Moskau sei», schreibt Tass unter Berufung auf Putins Pressedienst. «Der Präsident lud seinen alten Freund zu sich nach Hause ein. Aufnahmen, die vom Kreml veröffentlicht wurden, zeigen einen festen Händedruck zwischen Putin und Schröder vor einem russischen Ofen.» Ob das Bild authentisch ist, ist unklar. Schröder selbst hat sich bislang nicht zu dem angeblichen Treffen geäußert.

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