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Slow Horses Staffel 6: Lamb schützt seine Leute, Sid Baker ist zurück

Die zweite Folge der sechsten Staffel von Slow Horses zeigt, wie weit Jackson Lamb für seine Leute geht. Während Frank Harkness Jagd auf ehemalige Slough-House-Agenten macht, taucht eine totgeglaubte Figur wieder auf.

Die sechste Staffel von Slow Horses zieht die Schrauben weiter an. In der zweiten Folge mit dem Titel «Daddy Issues» wird deutlich, dass mehrere Auftragskiller gleichzeitig auf ehemalige Agenten von Slough House angesetzt sind. Frank Harkness, der Vater von River Cartwright, tötet einen Mann direkt vor den Augen von dessen Sohn. Doch die effizienten Killer, die bereits mehrere ehemalige Slough-House-Agenten erledigt haben, scheinen nicht mit Harkness zusammenzuarbeiten. Stattdessen deutet alles auf mehrere Aufträge hin, die parallel laufen.

Jackson Lamb versammelt sein Team, um die Verbindungen zu durchschauen. Die Fragen, die er aufwirft, sind ebenso zahlreich wie die Widersprüche. Der tote Agent Andrew Nesmith hatte eine Akte aus Mollys Besitz gestohlen, im Auftrag von Cantor. Cantor wiederum heuerte Frank Harkness an, um Nesmith zu töten. Gleichzeitig finanzierte Cantor Peter Judd, der das Geld an Diana Taverner weitergab. Taverner nutzte es für etwas, über das sie partout nicht sprechen will. Und sie ordnete an, die digitalen Akten von Slough House zu löschen, wie Moira Tregorian berichtet. Moira steht nun ganz oben auf der Todesliste der Killer.

Die Frage, wer die Killer beauftragt hat und warum Slough-House-Agenten sterben sollen, bleibt offen. Lamb und sein Team stehen vor einem Netz aus Lügen, Geldflüssen und alten Rechnungen. Dass ausgerechnet Taverner die Kontrolle zu verlieren scheint, ist ein ungewohntes Bild. Peter Judd und Damien Cantor verbreiten eine Aura, die selbst hartgesottene Zuschauer erschaudern lässt. Emma Flyte wird misstrauisch, weil Taverner sich auf ein Fernsehinterview einlässt und die Sache mit Struan Loy verschweigt.

Für eine Überraschung sorgt die Rückkehr von Sid Baker. Die Agentin, die in der ersten Staffel angeschossen und für tot gehalten wurde, ist wieder da. Sie hatte River aus dem Haus seines Großvaters angerufen. River, der ohnehin eine schwere Zeit durchmacht, muss nun auch noch mit der Nachricht fertigwerden, dass seine ehemalige Partnerin lebt. Die Schuldgefühle, die er seit ihrem vermeintlichen Tod mit sich herumträgt, bekommen eine neue Dimension.

Ein weiterer Handlungsstrang dreht sich um Catherine Standish. Sie erfährt endlich die Wahrheit über den Tod von Charles Partner und greift zur Flasche. Lamb bestellt rechtzeitig in der Kneipe Blake's Grave, um sie aufzufangen. Diese Bestellung ist ein Running Gag der Serie und wurde zuletzt in der ersten Staffel aufgegeben. Die sechste Staffel greift viele Elemente der ersten auf: Taverners Enthüllung über Lambs Rolle bei Partners Tod, Struans kurze Rückkehr und nun Sids Wiederauftauchen.

Die Spannung bleibt hoch, denn noch immer ist unklar, wer die Killertruppe anführt und welches Ziel damit verfolgt wird. Lamb sammelt unterdessen alle Slow Horses ein, die er finden kann, und formiert so etwas wie ein schräges Alternativ-Avengers-Team. Die Zuschauer dürfen sich auf ein Wiedersehen mit Louisa freuen. Ob Lamb seine Leute wirklich beschützen kann, wird sich zeigen. Sicher ist: Er wird alles tun, um sie zu retten.

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