Nvidias neue DLSS-5-Technologie, die am Dienstag offiziell mit NBA 2K27 debütierte, ist zunächst nur für die aktuellen RTX-5000-Grafikkarten verfügbar. Doch das könnte sich in Zukunft ändern: In den offiziellen Nvidia-Foren kündigte ein Mitarbeiter an, dass das Unternehmen die Unterstützung von DLSS 5 später auch auf die RTX-40-Serie ausweiten will. Ein genaues Zeitfenster nannte er nicht, machte aber deutlich, dass die Optimierung der aktuellen Generation Vorrang hat.
„Unser aktueller Fokus liegt darauf, die Leistung für die GeForce-RTX-50-Serie zu optimieren, mit Modell-Updates, die für diesen Herbst erwartet werden“, schrieb der Mitarbeiter. „Sobald die Leistung der RTX-50-Serie besser eingestellt ist, planen wir, die offizielle Unterstützung auf die GeForce-RTX-40-Serie auszuweiten.“ Die Ankündigung dürfte viele Besitzer älterer Grafikkarten freuen, die befürchtet hatten, dass die neue Technologie dauerhaft exklusiv für die Blackwell-Architektur bleiben würde.
Die Zurückhaltung von Nvidia ist nachvollziehbar: Erste Tests zeigen, dass DLSS 5 selbst auf der leistungsstärksten Grafikkarte des Marktes, der RTX 5090, erhebliche Einbußen verursacht. In einem Test mit NBA 2K27 sank die Bildrate ohne Frame-Generierung von etwa 57 bis 60 fps auf rund 37 fps – ein Leistungsabfall von etwa 43 Prozent. Angesichts dieser Zahlen bleibt fraglich, wie gut sich die Technologie auf älteren Karten wie der RTX 4080 mit ihren älteren Tensor Cores schlagen würde.
Nvidia hat die Technologie seit ihrer ersten Vorstellung im März allerdings deutlich verbessert. Damals waren noch zwei RTX-5090-Karten nötig, um DLSS 5 überhaupt auszuführen. Inzwischen gibt das Unternehmen an, die Modellleistung um etwa das Fünffache gesteigert zu haben. Es besteht also die Möglichkeit, dass der Leistungsabfall mit weiteren Optimierungen schrumpft – doch bis dahin bleibt Skepsis angebracht.
Die Ankündigung aus dem Nvidia-Forum ist ein wichtiges Signal für die Gaming-Community, da viele Spielerinnen und Spieler noch auf RTX-4000-Karten unterwegs sind. Sollte DLSS 5 tatsächlich für die Ada-Lovelace-Architektur erscheinen, könnte die Technologie deutlich breitere Anwendung finden. Ein konkreter Zeitplan steht allerdings noch aus – und ob die älteren Karten die neuralen Rendering-Techniken ohne größere Kompromisse bewältigen, muss sich erst in der Praxis zeigen.