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IWH-Präsident warnt vor AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt

Der Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Reint Gropp, warnt vor schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen für Sachsen-Anhalt, falls die AfD die Regierung übernehmen sollte. Besonders die Wissenschaftslandschaft des Landes wäre nach Einschätzung des Ökonomen massiv gefährdet.

Reint Gropp: IWH-Präsident warnt vor AfD-Regierung: „Die Wirtschaft in Sachsen-Anhalt würde schrumpfen“
IWH-Präsident warnt vor AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt
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Der Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Reint Gropp, hat mit deutlichen Worten vor den wirtschaftlichen Konsequenzen einer möglichen AfD-Regierungsbeteiligung in Sachsen-Anhalt gewarnt. Im Gespräch mit dem Handelsblatt sagte der Ökonom, dass die Wirtschaft des Bundeslandes in einem solchen Fall schrumpfen würde. Besonders für den Wissenschaftsstandort Halle und die Forschungslandschaft insgesamt sieht Gropp erhebliche Risiken.

Die Warnung des Institutsleiters kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die politische Stimmung in Sachsen-Anhalt angespannt ist. Umfragen und Stimmungsbilder deuten auf ein starkes Abschneiden der AfD bei künftigen Wahlen hin. Das MDRfragt-Stimmungsbild zeigt in diesem Zusammenhang eine gespaltene Bevölkerung: Während einige Wählerinnen und Wähler taktisches Wählen erwägen, um bestimmte Mehrheitsverhältnisse zu verhindern, lehnen andere diese Strategie ausdrücklich ab. Die Debatte über den richtigen Umgang mit dem wachsenden Zuspruch für die Partei prägt zunehmend den öffentlichen Diskurs im Land.

Gropp begründete seine Einschätzung mit den wirtschaftspolitischen Vorstellungen der AfD, die aus Sicht des Ökonomen internationaler Isolation und wissenschaftlicher Exzellenz entgegenstünden. Sachsen-Anhalt sei als Flächenland mit vergleichsweise geringer Industriedichte besonders stark auf offene Märkte und den Austausch mit internationalen Partnern angewiesen. Eine Regierung, die diese Verbindungen infrage stelle, würde nach Ansicht des IWH-Präsidenten nicht nur kurzfristige Investitionen gefährden, sondern langfristig die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft untergraben.

Besonders alarmierend bewertet Gropp die möglichen Folgen für die Wissenschaftseinrichtungen des Landes. Das IWH selbst sowie weitere Forschungseinrichtungen in Halle und Magdeburg sind auf internationale Kooperationen und die Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland angewiesen. Sollte die AfD in Regierungsverantwortung gelangen, befürchtet der Ökonom eine Abwanderung von Spitzenforschern und einen dauerhaften Reputationsverlust des Wissenschaftsstandorts. Die Anbindung an internationale Netzwerke, so Gropp, sei für ein kleines Bundesland wie Sachsen-Anhalt überlebenswichtig.

Die Debatte um ein mögliches Regierungsbündnis mit oder unter Beteiligung der AfD beschäftigt derzeit alle demokratischen Parteien im Land. Während die CDU als stärkste Kraft bislang jede Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen hat, wächst der Druck aus der Bevölkerung, klare Antworten auf die drängenden wirtschaftlichen und sozialen Fragen zu finden. Politische Beobachter verweisen darauf, dass die AfD derzeit ein Momentum besitze, das die CDU nicht einfach aufgreifen könne. Die Warnungen aus der Wissenschaft dürften die Debatte über die künftige Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt weiter anheizen.

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