Wireva

USA und Iran verhandeln erstmals seit Monaten in New York

Am Rande der UN-Generaldebatte in New York haben Vertreter der USA und des Irans erstmals seit Juni wieder direkt verhandelt. Das dreistündige Gespräch wurde von Pakistan und Katar vermittelt und konzentrierte sich auf einen möglichen Weg zu einem Abkommen.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Vertreter der USA und des Irans sind am Rande der UN-Generaldebatte in New York erstmals seit Monaten wieder direkt zusammengekommen. Das Gespräch am Dienstag (Ortszeit) habe drei Stunden gedauert und sei «sehr gut» verlaufen, sagte US-Präsident Donald Trump vor Reportern. Iranische Staatsmedien bestätigten das Treffen. Direkte Gespräche zwischen beiden Seiten hatte es zuletzt im Juni in der Schweiz gegeben.

Nach Angaben Trumps nahmen sein Unterhändler Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner an dem Treffen teil. Witkoff sagte, er fühle sich nach dem Gespräch sehr gut. Angaben zu den iranischen Teilnehmern machte Trump zunächst nicht. Die «New York Times» berichtete unter Berufung auf zwei iranische Beamte, dass Irans Außenminister Abbas Araghtschi mit Witkoff und Kushner zusammengetroffen sei. Das Nachrichtenportal «Axios» zitierte einen US-Beamten und eine regionale Quelle mit denselben Angaben. Vermittelt wurde das Treffen demnach von Pakistan und Katar, die sich intensiv für eine Rückkehr zur Diplomatie und für Deeskalation eingesetzt hätten. Im Fokus habe ein Weg zu einem Abkommen gestanden. Ob es konkrete Ergebnisse gab, blieb zunächst offen. Trump stellte ein weiteres baldiges Treffen in Aussicht, ohne Details zu nennen.

Iranische Staatsmedien bestätigten das Gespräch und hoben hervor, dass es auf Bitte Witkoffs stattgefunden habe. Die iranischen Vertreter, darunter Araghtschi, hätten den USA die Bedingungen für eine Öffnung der Straße von Hormus mitgeteilt. Dazu zählten die sofortige Aufhebung der US-Seeblockade vor der iranischen Küste, die Auszahlung aller eingefrorenen iranischen Vermögenswerte sowie die Beendigung des Kriegs an allen Fronten, wie der Staatssender Irib berichtete.

Der iranische Generalstab der Streitkräfte reagierte unterdessen auf Trumps Rede vor den Vereinten Nationen. Die «feindseligen Äußerungen und Drohungen» des US-Präsidenten gegen den Iran seien lediglich ein «Instrument der innenpolitischen Propaganda» und basierten nicht auf Fakten vor Ort, hieß es in einer in Staatsmedien veröffentlichten Mitteilung. Man sei zu noch härteren Schlägen bereit. Irans Präsident Massud Peseschkian werde bei der Generaldebatte am Mittwoch die Botschaft des Irans verkünden.

In seiner Rede vor der UN-Generalversammlung hatte Trump eine weitreichende Entscheidung in Aussicht gestellt: Option eins sei ein Abkommen, das es dem Iran erlaube, zu großer wirtschaftlicher Stärke zurückzufinden. Der andere Weg sei die Vernichtung der Islamischen Republik, um ihnen «niemals wieder die Chance zu geben, Menschen zu töten und Länder zu zerstören». Wähle der Iran den Krieg, lande die Republik in der «Hölle, ohne Überlebenschance und ohne Hoffnung auf zukünftige Größe oder nachfolgende Generationen», sagte Trump. Stunden später erneuerte er zudem eine im Verlauf des Kriegs häufiger vorgebrachte Drohung: Möglicherweise müssten die USA eine weitere mutmaßliche Atomeinrichtung im Iran angreifen, die als «Pickaxe Mountain» bekannt sei. Man sehe an dem Standort im Zentrum des Landes nicht viele Aktivitäten, aber falls sich das ändere, würden die USA sofort handeln.

Gleichzeitig war der US-Präsident erneut bemüht zu versichern, dass ein Ende des Krieges absehbar sei. Man gehe davon aus, dass der Konflikt direkt nach den wichtigen Zwischenwahlen zum US-Parlament Anfang November ende — vielleicht auch davor, sagte er. Der in den USA unpopuläre Iran-Krieg und seine Folgen belasten Trump und seine Republikaner aktuell im Wahlkampf.

Der Iran-Krieg dauert inzwischen seit fast sieben Monaten an und hat auch die Golfstaaten erfasst. Mehrere beherbergen US-Militärstützpunkte und waren selbst von iranischen Angriffen und den Folgen des Kriegs betroffen. Die USA begründeten ihre Angriffe seit dem 28. Februar damit, dass der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelangen dürfe. Trump wollte den Krieg eigentlich auf wenige Wochen begrenzen, doch der Konflikt zieht sich seither. Zeitweise hatte es eine Waffenruhe gegeben, die aber immer wieder gebrochen worden war. Zusätzlichen Druck erzeugt die Eskalation im Jemen. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat vor gut einer Woche in einer Blitzoffensive die Westküste des Jemen eingenommen und sich damit Zugriff auf die wichtige Meerenge Bab al-Mandab am Eingang zum Roten Meer verschafft. Saudi-Arabien sucht derzeit nach Unterstützern im Kampf gegen die Huthi.

Same event, other desks

Story file →