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Israel gedenkt der Opfer des Hamas-Massakers und fordert staatliche Untersuchung

Drei Jahre nach dem Terrorangriff der Hamas auf den Süden Israels gedenkt das Land der Opfer. Präsident Herzog entzündete eine Kerze. Demonstranten fordern eine staatliche Untersuchungskommission. Die Gedenkfeiern fallen in die heiße Phase des Wahlkampfs. Internationale Solidarität, darunter aus Deutschland und von der EU.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Drei Jahre nach dem Massaker der Hamas im Süden Israels hat das Land der Opfer des Terrorangriffs gedacht. Präsident Izchak Herzog entzündete um 6.29 Uhr Ortszeit in seiner Residenz in Jerusalem eine Kerze in Erinnerung an die Toten und Verletzten. Um diese Zeit begann am 7. Oktober 2023 der Überfall, bei dem rund 1.200 Menschen getötet wurden. «Drei Jahre seit diesem schrecklichen Morgen, drei Jahre Schmerz, Verlust und Erinnerung, die nicht ausgelöscht wird», schrieb Herzog auf der Plattform X.

In mehreren Städten forderten Demonstranten eine staatliche Untersuchungskommission zu dem Überfall. Sie versammelten sich nach Medienberichten unter anderem vor der Residenz von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und dem israelischen Parlament, der Knesset, in Jerusalem. Laut der Zeitung «Times of Israel» blockierten Protestierende zudem kurzzeitig die Stadtautobahn bei Tel Aviv. Kritiker werfen Netanjahu und seiner Koalition vor, keine persönliche Verantwortung für das politische und militärische Versagen während des Hamas-Terrorüberfalls zu übernehmen. Bisher gibt es keine umfassende Aufarbeitung der Frage, wie es zu dem traumatischen Überfall kommen konnte und welche Fehler im Sicherheitsapparat und der Politik gemacht wurden.

Der Gedenktag fällt in die heiße Phase des Wahlkampfs: In drei Wochen wählen die Israelis erstmals seit dem Massaker wieder ein Parlament. Laut Meinungsumfragen kann weder das Lager von Netanjahu noch das seiner Gegner mit einer absoluten Mehrheit rechnen.

In Deutschland waren für den Jahrestag ebenfalls Gedenkveranstaltungen geplant. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) betonte Deutschlands Unterstützung für Israel. «Deutschland steht fest an der Seite Israels. Unsere israelischen Freunde können auf unseren Einsatz zählen, damit sich ein solches Verbrechen niemals wiederholt», sagte der Kanzler laut einer Mitteilung. «Wir stehen für die Sicherheit und Existenz Israels ein – das ist Lehre aus der Schoah und Teil deutscher Identität.»

Auch EU-Spitzen zeigten ihre Solidarität mit Israel. «Die EU steht all jenen zur Seite, deren Leben sich durch diesen Tag für immer verändert hat», schrieb EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf der Plattform X. «Die unbeschreibliche Grausamkeit und der Terror des 7. Oktober dürfen sich niemals wiederholen.» Die EU sei weiterhin bereit, dazu beizutragen, dass aus dem derzeitigen fragilen Waffenstillstand ein dauerhafter Frieden auf der Grundlage einer Zwei-Staaten-Lösung werde.

An zahlreichen Orten in Israel erinnerten die Menschen an die Opfer vom 7. Oktober 2023. Trauernde kamen auch auf das Gelände des Nova-Musikfestivals in der Nähe des Kibbuz Reim, um ihrer getöteten Angehörigen und Freunde zu gedenken. An der zentralen Gedenkfeier am Abend in einem Park in Tel Aviv sollen rund 50.000 Menschen teilnehmen, wie das israelische Radio berichtete.

Bei dem Überfall am 7. Oktober 2023 wurden auch 251 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. In dem auf den Überfall folgenden Krieg wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen mehr als 74.000 Palästinenser getötet. Sie unterscheidet dabei nicht zwischen Zivilisten und Kämpfern.

Israels Militär hat seither nach eigenen Angaben rund 100.000 Ziele in der Region angegriffen. Davon seien 65.000 im Gazastreifen gewesen, 28.000 im Libanon und in Syrien sowie 4.500 im Iran, berichtete das israelische Radio unter Berufung auf das Militär. 970 israelische Soldaten seien in den vergangenen drei Jahren im Dienst getötet worden.

Radikale Siedler und israelische Soldaten griffen am Jahrestag nach palästinensischen Angaben im Westjordanland ein Dorf nahe Nablus an. Dabei sei ein 44-jähriger Palästinenser getötet, 16 weitere seien in Burka verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Ramallah mit. Die israelische Armee äußerte sich auf Nachfrage zunächst nicht. Die Lage im von Israel besetzten Westjordanland hat sich seit dem Hamas-Massaker und dem dadurch ausgelösten Gaza-Krieg noch einmal verschärft.

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