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Mutter von Shani Louk spricht drei Jahre nach Hamas-Angriff über Verlust und Trauer

Drei Jahre nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 berichtet Ricarda Louk, Mutter der ermordeten Shani Louk, über ihren Schmerz, ihren Glauben und die Kraft, die sie aus der Erinnerung an ihre Tochter zieht. Auch Sonja Bohl-Dencker, deren Tochter Carolin am selben Tag getötet wurde, schildert ihre Trauer.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Mehr als zwölfhundert Menschen wurden beim Terrorangriff der islamistischen Hamas am 7. Oktober 2023 getötet. Drei Jahre danach sprechen Angehörige der Opfer über den Schmerz des Verlusts und darüber, wie sie ihr Leben danach weiterführen. Ricarda Louk, die Mutter der damals 22-jährigen Shani Louk, erinnert sich an ihre Tochter mit einer Mischung aus Liebe und Trauer. Wenn im Radio ein Lied läuft, das Shani gern mochte, singt sie oft mit. «Ich rede dann so für mich mit ihr. Auf den Friedhof gehe ich nicht so oft. Den brauche ich nicht, um an Shani zu denken», sagt sie. «Sie ist jetzt irgendwo im Himmel.»

Shani Louk wurde 2023 auf dem Supernova-Musikfestival bei Re'im an der Grenze zum Gazastreifen von Hamas-Terroristen ermordet. Ihr Bild ging damals um die Welt: Sie lag tot auf einem Laster, umringt von jubelnden Terroristen. Ihre Mutter beschreibt sie als ein fröhliches Kind mit eigenen Vorstellungen vom Leben. «Sie war weltoffen, nähte ihre Kleider selbst und hat auch früh gesagt, dass sie Künstlerin werden will und die Schule sie nicht interessiert», erzählt Ricarda Louk. «Sie war sehr freundlich, nett und lustig und ist sofort aufgefallen.» Nach dem Mord hätten ihr viele Menschen geschrieben, darunter auch solche, die ihre Tochter nicht gekannt hatten. «Sie schrieben, dass sie sie sich als Vorbild nehmen, weil sie so eine selbstständige Frau war. Es freut mich, dass sie so viel hinterlassen hat, trotz ihres kurzen Lebens.»

Kraft gebe ihr vor allem ihre Familie, sagt Ricarda Louk: ihr Mann und ihre drei anderen Kinder. «Man muss auch stark für sie sein, muss ein Vorbild sein und ihnen zeigen, dass es noch andere, positive Sachen in der Zukunft gibt.» Auch ihre Religion helfe ihr. Die einstige Katholikin konvertierte zum Judentum. «Wir sind nicht sehr religiös, aber es spielt schon eine Rolle in unserem Leben. Wir halten Schabbat, fahren an dem Tag kein Auto und kochen auch nicht.» Ihre Tochter sei ihrer Religion gegenüber eigentlich kritisch eingestellt gewesen, doch kurz vor ihrem Tod habe sich das geändert. Ende September 2023 habe Shani an Jom Kippur, obwohl sie auf einem Festival in Griechenland war, ganz bewusst gefastet.

Ricarda Louk und ihr Mann geben auch deshalb Interviews, weil sie die Öffentlichkeit daran erinnern wollen, wie der Krieg im Gazastreifen angefangen hat. «Der 7. Oktober war ein Riesenschlag für Israel und ein Riesenmassaker an so vielen jungen Leuten, die einfach nur tanzen wollten. Wir versuchen, ins Bewusstsein zu rufen, dass es etwas unglaublich Barbarisches war», sagt sie. «Das kann man nicht einfach so stehen lassen. Israel wollte den Krieg nicht. Aber wenn man so angegriffen wird, hat man oft keine Wahl.» Louk ist Informatikerin und hatte nach dem Terrorangriff eine Zeit lang nicht gearbeitet. Seit Dezember ist die 56-Jährige in einem Startup in Jerusalem tätig. Die Belegschaft ist halb jüdisch, halb arabisch, darunter auch Palästinenser. «Wir sind das beste Beispiel dafür, dass ein Zusammenleben funktionieren kann – auch nach allem, was passiert ist», sagt sie. Über den 7. Oktober und den anschließenden Krieg in Gaza sprechen die Mitarbeiter nur vorsichtig miteinander. «Das meidet man ein bisschen. Sie sprechen mich nicht darauf an. Und ich weiß ja auch nie, ob sie nicht auch Verwandte verloren haben.»

Sonja Bohl-Dencker ist Rechtsanwältin aus dem Kreis Verden in Niedersachsen. Sie hat Ricarda Louk durch den 7. Oktober kennengelernt: Auch ihre Tochter wurde mit 22 Jahren von der Hamas ermordet. Carolin, ihr einziges Kind, war mit einem britisch-israelischen Freund, dem Fotografen Danny Darlington, aus Berlin nach Israel gereist und besuchte für ein paar Tage den Kibbuz Nir Oz in der Negev-Wüste. Eigentlich wollte Carolin am 6. Oktober zurückreisen, doch sie blieben noch eine Nacht im Kibbuz. In einem Haus wurden sie dort von den Hamas-Terroristen erschossen. «Der Tod meiner Tochter hat eigentlich auch mein Leben beendet», sagt Sonja Bohl-Dencker, 59 Jahre alt. «Ich stehe zwar jeden Morgen auf und mache das, was getan werden muss, aber für mich ist jeder Tag ein Kampf.»

Carolin studierte in Berlin Nachhaltiges Modedesign. «Das war total ihr Ding, und sie war sehr gut darin», erzählt ihre Mutter. Sie wollte aus vorhandenen Stücken etwas Neues machen. «Sie war offen, konnte sehr laut und ansteckend lachen und war wunderschön, obwohl sie selbst das gar nicht fand», sagt Bohl-Dencker. «Wenn sie einen Raum betrat, ging die Sonne auf, sagten viele über sie.» Manchmal habe ihre Tochter, wenn ihr auf der Straße jemand Unbekanntes entgegenkam, diesen einfach angelächelt – und sich gefreut, wenn ein griesgrämiges Gesicht plötzlich freundlich wurde. Sie ist Mitglied der evangelischen Kirche und dort auch ehrenamtlich engagiert. «Ich bitte Gott, mir in meiner Trauer zu helfen. Aber ich hadere auch mit ihm und frage ihn: Wie konntest du das zulassen?»

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