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US-Armee zieht Drohnen-Spezialeinheit aus Europa ab

Die US-Armee löst ein im Januar aufgebautes Drohnen-Bataillon in Europa wieder auf. Die Einheit der 173. Luftlandebrigade soll sich künftig wieder auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. Kritiker warnen vor einem Rückschlag bei der Anpassung an die moderne Kriegsführung.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Die US-Armee zieht ihre im Januar in Europa aufgestellte Drohnen-Spezialeinheit wieder ab. Das berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Pentagon-Kreise. Die Einheit, die aus Mitgliedern der 173. Luftlandebrigade bestand, hatte sich auf den Drohnenkrieg spezialisiert und im August und September an Übungen in Deutschland teilgenommen. Die dort gesammelten Erfahrungen sollen nun in einem Bericht ans Pentagon festgehalten werden, bevor sich die Soldaten wieder auf ihre Kernkompetenzen als Luftlandebrigade konzentrieren, wie ein Pentagonsprecher der Zeitung sagte.

Die Entscheidung ist Teil eines umfassenderen „Back-to-Basics“-Ansatzes, den der amtierende Stabschef der Armee, General Christopher LaNeve, angeordnet hat. LaNeve gilt als Vertrauter von Verteidigungsminister Pete Hegseth. Das Drohnenbataillon war eine Vorzeigeinitiative von LaNeves Vorgänger, General Randy George, den Hegseth im April seines Amtes enthoben hatte. Eine kleine Gruppe von Angehörigen der Drohnen-Einheit hatte zuvor sogar ukrainische Kollegen in Kiew getroffen und mit ukrainischen Drohnenoperateuren in Nato-Übungsgebieten zusammengearbeitet.

Aus den USA kommt Kritik an dem Abzug. „Die Ukraine hat den Nahkampf im Grunde revolutioniert“, sagte Michael O’Hanlon, Verteidigungsexperte an der Denkfabrik Brookings Institution. „General George begann, das zu begreifen, und jeder Rückschlag bei seinen Bemühungen wäre äußerst bedauerlich und gefährlich.“ Die Entscheidung fällt auch vor dem Hintergrund einer peinlichen Niederlage amerikanischer Panzereinheiten bei der Übung „Combined Resolve“ im Frühling, bei der ukrainische Drohnen reihenweise Panzer ausschalteten, die sich durch aufgewirbelten Staub leicht zu erkennen gegeben hatten.

Ein Sprecher der US-Armee betonte gegenüber dem „Wall Street Journal“, die USA seien verpflichtet, „den Ausbau und die Entwicklung von Drohnen voranzutreiben, um den Anforderungen groß angelegter Kampfhandlungen gerecht zu werden“. In einem internen Papier, das der Zeitung vorliegt, spricht General LaNeve davon, dass die USA auch weiterhin Einheiten mit Drohnentechnologie und Waffen zur elektronischen Kriegsführung aufbauen wollen. Eine darauf spezialisierte „Multi-Domain Task Force“ soll jedoch von Europa nach Südkorea verlegt werden.

Zudem hat die Armee kürzlich Pläne gestrichen, hochrangige ukrainische Offiziere im Zentrum für Manöverkriegsführung in Fort Benning in Georgia sprechen zu lassen, wie US-Beamte der Zeitung mitteilten. Verteidigungsminister Hegseth hat versprochen, Chinas Vorsprung bei der Drohnenentwicklung mit einem Investitionsprogramm in Höhe von 1,1 Milliarden Dollar aufzuholen. Das US-Militär hat außerdem die Gründung einer multinationalen Drohneneinheit angekündigt. Mit der Task Force Falcon Strike soll man künftig in der Lage sein, Kampfdrohnen „über, auf und unter dem Meer“ einzusetzen, teilte das Regionalkommando Centcom mit.

LaNeves Vorgänger George hatte bereits begonnen, die Infanteriebrigaden der Armee in Manöverkräfte umzugestalten, deren Einheiten mit Aufklärungs- und Angriffsdrohnen ausgerüstet waren. Der geschasste General forderte jedoch, dass die Streitkräfte noch größer und schneller werden müssten. Sowohl Russland als auch die Ukraine verfügen über Drohnenkampfeinheiten und eigene Teilstreitkräfte, die sich speziell der Drohnen- und Roboterkriegsführung widmen. Die USA haben bislang nur wenig Erfahrung im Einsatz von Drohnen. Sie kommen derzeit im Iran-Krieg zum Einsatz, in dem es aber keine direkten Kampfhandlungen auf einem Schlachtfeld wie in der Ukraine gibt.

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