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Allianz-Studie: Deutsche sparen viel, bleiben beim Vermögen aber weit zurück

Trotz hoher Sparleistungen liegt Deutschland beim Geldvermögen einer Allianz-Studie zufolge nur auf Rang zwölf. WELT-Wirtschaftsredakteur Holger Zschäpitz erklärt, warum Amerikaner weniger sparen, aber deutlich mehr Vermögen aufbauen.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Deutschland gehört zu den sparfreudigsten Nationen, schafft es beim Vermögensaufbau im internationalen Vergleich aber nur auf einen Mittelfeldplatz. Einer Studie der Allianz zufolge liegt die Bundesrepublik beim Geldvermögen trotz hoher Sparleistungen lediglich auf Rang zwölf. Das berichtet WELT-Wirtschaftsredakteur Holger Zschäpitz unter Berufung auf die Untersuchung des Münchner Versicherers.

Die zentrale Erklärung für die Diskrepanz zwischen Sparen und Vermögen liege in der Art der Geldanlage. «Die Amerikaner sparen viel weniger und haben viel mehr – die lassen ihr Geld arbeiten», so Zschäpitz. Während in den USA ein großer Teil des Ersparten in renditestarke Anlagen wie Aktien fließe, halte man in Deutschland traditionell stärker an niedrig verzinsten oder sogar ertraglosen Formen der Geldanlage fest.

Die Allianz-Studie vergleicht regelmäßig die Geldvermögen der privaten Haushalte in zahlreichen Ländern. Dabei zeigt sich seit Jahren ein wiederkehrendes Muster: Die Sparquote der Deutschen ist hoch, doch die Erträge aus dem angelegten Kapital bleiben vergleichsweise gering. In den Vereinigten Staaten ist die Sparquote niedriger, dafür profitieren die Haushalte stärker von langfristigen Kursgewinnen an den Kapitalmärkten.

Für die privaten Haushalte in Südbaden und der Region Waldshut hat diese Entwicklung konkrete Folgen. Wer sein Erspartes überwiegend auf dem Sparkonto oder in anderen konservativen Produkten parkt, erwirtschaftet oft kaum mehr als die Inflationsrate ausgleicht. Der reale Vermögenszuwachs fällt dadurch gering aus, selbst wenn regelmäßig Geld zurückgelegt wird. Die Studie deutet darauf hin, dass sich diese Lücke zwischen Deutschland und Ländern mit stärkerer Aktienkultur über die Jahre vergrößert hat.

Die Gründe für die Zurückhaltung der Deutschen gegenüber renditestarken Anlagen sind vielfältig. Experten verweisen auf eine ausgeprägte Risikoscheu, fehlende finanzielle Bildung und die Sorge vor Verlusten an den Märkten. Hinzu kommt, dass Immobilien in der Vermögensbetrachtung der Allianz-Studie je nach Methodik unterschiedlich behandelt werden, was die Vergleichbarkeit der Länderdaten einschränkt. Dennoch bleibt die Grundaussage bestehen: Beim reinen Geldvermögen schneidet Deutschland im internationalen Ranking schwächer ab, als es die hohe Sparmoral vermuten ließe.

Für die Wirtschaftsregion Baden-Württemberg ist die Frage des Vermögensaufbaus auch mit Blick auf die Altersvorsorge von Bedeutung. Die gesetzliche Rente allein reicht in vielen Fällen nicht aus, um den Lebensstandard im Ruhestand zu halten. Wer zusätzlich privat vorsorgt, ist auf Erträge angewiesen, die über die reine Ansammlung von Sparguthaben hinausgehen. Die Allianz-Studie liefert damit ein Argument für eine stärkere Verbreitung von Aktien und anderen Sachwerten in der breiten Bevölkerung.

Ob sich die deutsche Spar- und Anlagestrategie in den kommenden Jahren verändert, hängt auch von der Zinsentwicklung und der wirtschaftlichen Lage ab. Steigende Zinsen machen klassische Sparformen wieder attraktiver, während unsichere Märkte viele Anleger abschrecken. Die Diskussion über die richtige Balance zwischen Sicherheit und Rendite dürfte daher weiter an Bedeutung gewinnen – nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch für die privaten Haushalte in Südbaden.

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