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Neue Typklassen in der Kfz-Versicherung: Millionen Autofahrer zahlen mehr

Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft hat die Typklassen für das kommende Jahr neu berechnet. Für 7,4 Millionen Autofahrer werden die Beiträge teurer, für 5,1 Millionen günstiger. Teure Autos und hohe Reparaturkosten treiben die Einstufungen nach oben.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Für Millionen Autofahrerinnen und Autofahrer in Deutschland ändern sich die Beiträge zur Kfz-Versicherung. Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die Typklassen für das kommende Jahr neu berechnet. Danach müssen 7,4 Millionen Fahrzeughalter mit höheren Einstufungen und damit steigenden Beiträgen rechnen. Für 5,1 Millionen Autofahrer werden die Typklassen dagegen günstiger. Bei der großen Mehrheit von gut zwei Dritteln der Versicherten bleibt zunächst alles wie bisher.

Die Typklasse ist ein zentraler Faktor bei der Berechnung des Versicherungsbeitrags. Sie spiegelt wider, wie häufig ein bestimmtes Automodell in Unfälle verwickelt ist und wie hoch die durchschnittlichen Reparaturkosten ausfallen. In der Haftpflichtversicherung werden die Schäden abgebildet, die ein Fahrer bei einem Unfall an fremdem Eigentum verursacht. Die Teilkasko deckt zusätzlich Schäden durch Hagel, Wildunfälle oder Diebstahl ab. Selbstverschuldete Schäden am eigenen Fahrzeug sind nur über eine Vollkaskoversicherung abgesichert.

Das System ist differenziert: In der Haftpflicht gibt es 16 Typklassen, die von 10 bis 25 nummeriert sind. In der Vollkasko sind es 25 Klassen, die von 10 bis 34 reichen. Insgesamt fließen mehr als 33.000 Automodelle in die Statistik ein, darunter auch jahrzehntealte Oldtimer. Zwei Beispiele zeigen die Bandbreite der aktuellen Anpassung: Der VW T7 Multivan 2.0 TDI wird in der Haftpflicht um zwei Klassen günstiger eingestuft, der Citroën C5 1.2 dagegen um zwei Klassen teurer.

Als Faustregel gilt nach Angaben von GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen: Je teurer ein Auto und dessen Ersatzteile sind, desto höher fällt in der Regel die Kasko-Typklasse aus. Günstige Kleinwagen sind daher meist auch in der Kasko niedrig eingestuft. Der Renault Twingo liegt in der niedrigsten Vollkasko-Typklasse zehn, der Fiat Panda in Klasse elf. Deutlich höher rangieren teure Modelle wie der Porsche Panamera 4 E-Hybrid in Klasse 30 oder der Range Rover 3.0 TD in Klasse 29.

Besonders günstig eingestuft sind historische Kleinwagen. Fahrzeuge wie die in den 1950er Jahren als «Knutschkugel» bekannte BMW Isetta oder die «Ente», der Citroën 2CV, weisen in allen drei Versicherungsarten sehr niedrige Typklassen auf. Der GDV hat die Gründe dafür nicht im Einzelnen untersucht. Von diesen Modellen sind nur noch wenige zugelassen, und ihre Besitzer pflegen sie mutmaßlich besonders sorgfältig und fahren sie nur selten.

Neben der Typklasse beeinflussen weitere Faktoren die Beitragshöhe. Dazu zählt der Wohnort, der über die Regionalklasse in die Berechnung einfließt. Auch das Alter der Fahrerinnen und Fahrer spielt eine erhebliche Rolle. Sowohl sehr junge Menschen als auch Autofahrer ab Mitte sechzig verursachen deutlich mehr Unfälle als Menschen mittleren Alters. Entsprechend sind die Versicherungsbeiträge in der Lebensmitte häufig günstiger.

Für die betroffenen Autofahrer lohnt sich ein Blick auf die neue Einstufung ihres Modells. Wer zu den 7,4 Millionen Haltern mit höheren Typklassen gehört, muss mit steigenden Beiträgen rechnen. Die 5,1 Millionen Fahrer mit günstigeren Einstufungen können dagegen auf niedrigere Kosten hoffen. In vielen Fällen bleibt die Einstufung unverändert, sodass sich am Beitrag nichts ändert.

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