Zwei Hamburger sind bei einem Absturz mit einem Kleinflugzeug im kroatischen Velebit-Gebirge ums Leben gekommen. Die beiden Männer waren nach bisherigen Erkenntnissen mit einem Motorsegler unterwegs, als das Unglück geschah. Die Hamburger Fluggemeinschaft trauert nach Angaben von Beteiligten um zwei erfahrene Mitglieder, die den Flug als Ausflug angetreten hatten.
Die Unglücksstelle liegt in der abgelegenen Bergregion an der kroatischen Adriaküste, die für ihre schroffen Felsen und wechselhaften Wetterbedingungen bekannt ist. Rettungskräfte konnten die beiden Insassen nach dem Absturz nur noch tot bergen. Die genaue Absturzursache ist bislang unklar und wird von den zuständigen Behörden untersucht. Ermittler gehen denkbarerweise der Frage nach, ob technisches Versagen, ein Pilotenfehler oder die schwierigen topografischen Verhältnisse zu dem Unglück geführt haben.
Der Absturz ereignete sich am Wochenende, wie die Nachrichtenagentur unter Berufung auf die kroatische Polizei meldete. Die beiden Deutschen waren nach Angaben der Behörden allein an Bord der Maschine. Über die Identität der Opfer machten die Ermittler zunächst keine weiteren Angaben. Die Hamburger Fluggemeinschaft zeigte sich bestürzt über den Verlust ihrer beiden Mitglieder und sprach den Angehörigen ihr Beileid aus.
Das Velebit-Gebirge gilt bei Piloten als anspruchsvolles Terrain. Die Bergkette erstreckt sich über mehr als 140 Kilometer entlang der kroatischen Küste und erreicht Höhen von über 1.700 Metern. Immer wieder kommt es in der Region zu Unfällen mit Sportflugzeugen, da die Wetterlage sich dort schnell ändern kann und Thermik die Flugbedingungen erschwert. Die Behörden haben die Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen und angekündigt, den Vorfall gründlich zu untersuchen.
Der Absturz hat in der Fliegerszene in Deutschland und Kroatien Bestürzung ausgelöst. Der Motorsegler, mit dem die beiden Hamburger unterwegs waren, gehört zur Kategorie der Leichtflugzeuge, die bei Freizeitpiloten beliebt sind. Solche Maschinen werden häufig für Ausflüge und Rundflüge genutzt, stellen aber besondere Anforderungen an die Piloten, insbesondere in gebirgigem Gelände. Die kroatische Luftfahrtbehörde wird in Zusammenarbeit mit der Polizei den genauen Hergang des Unglücks rekonstruieren.
Für die Hamburger Fluggemeinschaft ist der Verlust ein schwerer Schlag. Die beiden Männer galten als erfahrene und geschätzte Mitglieder, die ihre Leidenschaft für das Fliegen regelmäßig ausübten. Freunde und Weggefährten erinnern an die beiden als besonnene Piloten, die ihre Flüge stets sorgfältig vorbereiteten. Nun wird in der Gemeinschaft um zwei Menschen getrauert, die bei einem Ausflug, der eigentlich Freude bereiten sollte, tödlich verunglückt sind.