Zwei Hamburger sind bei einem Absturz mit einem Kleinflugzeug im kroatischen Velebit-Gebirge ums Leben gekommen. Die beiden Männer waren nach bisherigen Erkenntnissen mit einem Motorsegler unterwegs, als die Maschine am Wochenende in unwegsamem Gelände verunglückte. Die Hamburger Fluggemeinschaft, der die Opfer angehörten, bestätigte den Tod der beiden erfahrenen Mitglieder und sprach von einem schweren Verlust für die Gemeinschaft.
Die Unglücksmaschine wurde in dem Gebirgszug nahe der Adriaküste entdeckt. Rettungskräfte konnten für die beiden Insassen nach dem Aufprall keine Hilfe mehr leisten. Die genaue Absturzursache ist noch unklar. Die zuständigen Behörden in Kroatien haben Ermittlungen aufgenommen, um den Hergang zu rekonstruieren. Auch die deutsche Seite ist über den Vorfall informiert und steht im Austausch mit den kroatischen Stellen.
Bei dem Flug handelte es sich offenbar um einen privaten Ausflug. Der Motorsegler war in der Region gestartet, das genaue Ziel ist nicht bekannt. Das Velebit-Gebirge gilt als anspruchsvolles Fluggebiet mit wechselhaften Wetterbedingungen und starken thermischen Aufwinden. Für unerfahrene Piloten kann die Region zur Herausforderung werden, doch nach Angaben aus der Fluggemeinschaft zählten die beiden Verunglückten zu den erfahrenen Mitgliedern ihres Vereins.
Die Nachricht über den Absturz hat in der Hamburger Luftsport-Szene Bestürzung ausgelöst. Die Fluggemeinschaft kündigte an, in den kommenden Tagen eine Gedenkveranstaltung für die beiden Opfer abzuhalten. Weitere Details zu den Verstorbenen wurden zunächst nicht veröffentlicht, die Angehörigen sollen informiert werden. Auch das Auswärtige Amt in Berlin ist eingebunden und unterstützt die Familien bei den weiteren Schritten.
Der Absturz reiht sich ein in eine Serie von Unglücken mit Kleinflugzeugen in Südeuropa. Immer wieder verunglücken deutsche Piloten bei Auslandsflügen in gebirgigen Regionen. Fachleute verweisen auf die besonderen Risiken beim Fliegen in den Bergen: plötzliche Wetterumschwünge, abrupter Auftriebsverlust und schwierige Notlandemöglichkeiten. Eine offizielle Stellungnahme der kroatischen Luftfahrtbehörde zur Unglücksursache steht noch aus.
Die Ermittler wollen nun unter anderem prüfen, ob technisches Versagen oder ein Pilotenfehler zu dem Absturz geführt hat. Die Bergung der Maschine aus dem unwegsamen Gelände gestaltet sich schwierig und könnte mehrere Tage in Anspruch nehmen. Erst danach ist eine abschließende Analyse möglich. Die Hamburger Fluggemeinschaft hat ihre Mitglieder gebeten, sich bis zum Abschluss der Ermittlungen nicht öffentlich zu dem Unglück zu äußern.