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Bundeswehr hilft Polen beim Ausbau der Grenzbefestigung zu Russland

Deutsche und polnische Pioniere sichern gemeinsam die Nato-Ostflanke. Im Rahmen der polnischen Operation «Ostschild» entstehen an der Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad Panzergräben, Sperren und Feldbefestigungen.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Deutsche und polnische Soldaten befestigen gemeinsam die Grenze Polens zur russischen Exklave Kaliningrad. Nahe der Ortschaft Budry im Nordosten Polens graben Pioniere der Bundeswehr und der polnischen Streitkräfte seit rund fünf Wochen Gräben, verlegen Stacheldraht und setzen Panzersperren in die Landschaft. Die Arbeiten sind Teil der polnischen Operation «Ostschild», mit der Warschau auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine reagiert.

Für die Bundeswehr ist die Beteiligung an dem Verteidigungsprojekt inzwischen eine offizielle Mission. Nach Angaben des polnischen Verteidigungsministeriums sind für «Ostschild» umgerechnet rund zehn Milliarden Euro vorgesehen. Insgesamt gibt Warschau mittlerweile etwa fünf Prozent seiner Wirtschaftsleistung für Verteidigung aus. Das Projekt soll die 210 Kilometer lange Grenze zu Russland und die 418 Kilometer lange Grenze zu Belarus mit einem mehrschichtigen System sichern: Dazu gehören Befestigungen und Materialdepots ebenso wie klassische, elektronische und satellitengestützte Aufklärung sowie Drohnenabwehr.

Die Bundeswehr trägt mit Pionierarbeiten im Norden Polens und im strategisch wichtigen Suwalki-Korridor bei. Dieser schmale Landstrich verbindet Polen mit den baltischen Nato-Staaten und ist eingeklemmt zwischen der russischen Exklave Kaliningrad und dem Staatsgebiet von Russlands Verbündetem Belarus. Der Korridor gilt als die Gegend, in der Russland nach Einschätzung der Nato mit hoher Wahrscheinlichkeit einen möglichen Angriff auf das Gebiet des Verteidigungsbündnisses beginnen würde.

Nach Bundeswehr-Angaben bauen deutsche Soldaten gemeinsam mit polnischen Kräften Panzerabwehrgräben, Draht- und Bausperren, Feldbefestigungen und Kampfstände. Die Kontingentführung der deutschen Pioniere traf im Juni ein, die Hauptkräfte folgten Anfang Juli. «Heute, genau jetzt, ist es an der Zeit, diese Lücken zu schließen», sagt der deutsche Major Martin, dessen Nachname ungenannt bleiben soll. Bundeswehr-Soldat Jakob spricht von einer «riesigen logistischen Herausforderung».

Schon im Dezember 2025 hatte das Bundesverteidigungsministerium eine mittlere zweistellige Zahl von Soldatinnen und Soldaten für «Ostschild» angekündigt. Damals hieß es, ein Bundestagsmandat sei nicht nötig, weil es sich nicht um einen bewaffneten Auslandseinsatz im Sinne des Parlamentsbeteiligungsgesetzes handle. Die laufende Unterstützungsphase ist nach Bundeswehr-Angaben zunächst bis Oktober vorgesehen und kann verlängert werden.

Wie konkret sich Polen auf einen möglichen Angriff vorbereitet, zeigen nicht nur die Tausenden Betonhindernisse gegen gepanzerte Fahrzeuge an der Grenze Richtung Kaliningrad. Warschau beschafft zudem mehrere hunderttausend Minen. Die polnischen Streitkräfte könnten im Verteidigungsfall binnen 48 Stunden die gesamte Ost- und Nordgrenze verminen, sagt Vize-Verteidigungsminister Cezary Tomczyk.

In Budry grasen Kühe und Pferde auf den hügeligen Wiesen. Unweit von hier sind russische Kampfflugzeuge und Iskander-Raketen stationiert, die Ziele in Europa erreichen können. Vor dem russischen Großangriff auf die Ukraine 2022 schätzten Militärexperten die in der Region Kaliningrad stationierten russischen Kräfte auf 20.000 bis 30.000 Soldaten.

Mit großer Sorge blickt Polen angesichts dessen nach Russland. Doch auch die Präsenz deutscher Soldaten bleibt im Land heikel – besonders hier, mitten in der ehemals deutschen Region Ostpreußen, die nach dem Zweiten Weltkrieg zwischen Polen und der damaligen Sowjetunion aufgeteilt wurde. Erst 1990 wurde mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag im Zuge der deutschen Wiedervereinigung endgültig festgeschrieben, dass Deutschland keinerlei Gebietsansprüche auf die ehemaligen deutschen Ostgebiete erhebt. Besonders nationalkonservative Kräfte in Polen sehen deutsche Soldaten auf polnischem Boden bis heute kritisch, knapp 87 Jahre nach dem Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen.

Die Regierungen in Warschau und Berlin setzen trotzdem demonstrativ auf militärische Zusammenarbeit. Im Juni vereinbarten beide Länder eine engere Kooperation unter anderem bei Logistik, Sicherung der Ostsee und Cyberabwehr. Ab Oktober sollen auch französische, britische und US-Kräfte bei der Sicherung der polnischen Ostgrenze helfen. «Deutschland und Polen – wir sind Nato, wir sind Freunde und wir sind Verbündete», sagt Bundeswehr-Generalmajor Tilo Maedler.

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