Regisseur James Watkins hat erläutert, wie der Überraschungsauftritt in seinem Film »Clayface« zustande kam und welche Rolle das Gotham City des neuen DC-Universums darin spielt. Der Film läuft derzeit in den Kinos und ist als R-rated Body-Horror angelegt, der einer Figur folgt, deren Körper sich ständig verändert. Eine Warnung vorab: Der Artikel enthält Spoiler zu dem Film, der sich an ein erwachsenes Publikum richtet.
Watkins macht deutlich, dass der Film nicht nur auf Schockmomente setzt, sondern Gotham City als Schauplatz etablieren soll. Fans der Batman-Reihe müssen sich zwar noch auf den nächsten Teil der Caped-Crusader-Saga von Matt Reeves und Robert Pattinson gedulden, können in »Clayface« aber schon einen Blick auf die neu gestartete Version der Stadt im DC-Universum werfen. Die Gestaltung der Stadt soll dabei den Ton des Films prägen und zugleich eine Verbindung zu den größeren Plänen des Franchises schaffen. Gotham dient so als vertrauter Rahmen für eine Geschichte, die sich deutlich von klassischen Superheldenfilmen abhebt.
Auch die vielen Verwandlungen und Tötungen durch die wandelbare Hauptfigur sind ein zentrales Element des Films. Die Formwandlung der Titelfigur wird im Verlauf der Handlung immer drastischer, und die Gewalt wird dadurch zu einem integralen Teil der Erzählung. Die Schauspielerin und Maske sind dabei eng miteinander verbunden, denn jede Verwandlung verlangt nach einer klar lesbaren körperlichen Veränderung. Watkins versteht den Horror als Mittel, um die Verletzlichkeit und die Gier der Figur sichtbar zu machen.
Die Entscheidung, den Überraschungsauftritt in den Film zu integrieren, verbindet Watkins mit dem Anspruch, die Figuren des Universums in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Wie genau die Szene aufgebaut ist und welche Reaktionen sie hervorruft, bleibt für Zuschauer im Kino zu entdecken, weshalb der Regisseur bei den Details zurückhaltend bleibt. Für Leser, die den Film noch nicht gesehen haben, lohnt es sich daher, die Handlung selbst zu erleben.
Parallel zu dieser Entwicklung zeigt sich, wie stark Filmstudios derzeit auf Videospiel- und Comic-Adaptionen setzen. So arbeitet der Regisseur Peter Berg an einem Live-Action-Film zu Call of Duty, der mit Skydance-Paramount entsteht und laut Berg einen starken Fokus auf die Figuren der Modern-Warfare-Reihe legen soll. Berg betont, dass Figuren wie Captain Price, Soap und Ghost komplexe Charaktere seien und der Film die Kosten des Krieges thematisieren solle. Der Film ist für den 30. Juni 2028 in den Kinos angekündigt, weitere Handlungsdetails sind bislang nicht bekannt.