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Frankreich entsendet Militär zum Schutz des saudischen Ölhafens Yanbu

Frankreich will Soldaten und Verteidigungssysteme nach Yanbu schicken, um den saudischen Ölexport vor Angriffen der Huthi-Miliz zu schützen. Präsident Macron betont die defensive Natur der Mission und hofft auf Entspannung an den Ölmärkten.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Frankreich wird Soldaten und Militärgerät nach Saudi-Arabien entsenden, um den Ölhafen Yanbu gegen Angriffe der Huthi-Miliz zu schützen. Das gab Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag im französischen Fernsehen bekannt. Nach seinen Angaben haben sich Paris und Riad auf die Lieferung von Radaranlagen und Verteidigungssystemen samt Bedienpersonal verständigt. Die Mission diene nicht der Beteiligung an einem Konflikt, sondern ausschließlich dem Schutz des Hafens, betonte Macron.

Yanbu ist der Endpunkt der strategisch bedeutenden Ost-West-Ölpipeline, über die Rohöl von den Förderstätten am Persischen Golf zum Roten Meer transportiert wird. Da der Iran seit Beginn des Iran-Kriegs die Straße von Hormus de facto blockiert, gewinnt diese Route zusätzlich an Bedeutung. Mit ihrer Hilfe lässt sich die blockierte Meerenge umgehen. Macron erklärte, Ziel der Entsendung sei es, auf eine Entspannung an den Ölmärkten hinzuwirken. Sollte sich die Lage beruhigen, werde sich dies «zwei Tage später an den Preisen an den Zapfsäulen zeigen».

Auf die Frage, ob Frankreich auch Kampfflugzeuge entsenden werde, antwortete der Präsident: «Wir werden die Entwicklung beobachten und bei Bedarf handeln.» Macron reagierte damit auf die angespannte Sicherheitslage in der Region. Die Huthi-Miliz hatte im Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien im Roten Meer angekündigt und seither Ziele in dem Königreich angegriffen. Nach einer Blitzoffensive übernahm die Miliz in der vergangenen Woche die Kontrolle über große Teile der jemenitischen Küste an der Meerenge Bab al-Mandab.

Die Meerenge Bab al-Mandab verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und damit dem Indischen Ozean. Sie ist eine wichtige Route für den internationalen Schiffsverkehr, insbesondere für den Export von saudischem Öl. Seit der weitgehenden Blockade der Straße von Hormus durch Teheran hat Bab al-Mandab zusätzlich an strategischer Bedeutung gewonnen. Die Kontrolle der Huthis über weite Küstenabschnitte gefährdet den Schiffsverkehr in dieser Zone erheblich.

Zu Beginn der Woche hatte sich auch Großbritannien bereit erklärt, Saudi-Arabien militärisch gegen die Huthi-Angriffe aus dem Jemen zu unterstützen. Premierminister Andy Burnham sprach am Montag von einer «defensiven» Hilfe. Italien prüft ebenfalls die Entsendung von Kriegsschiffen ins Rote Meer, um italienische Handelsschiffe zu schützen. Die internationale Gemeinschaft reagiert damit auf die wachsende Bedrohung der Schifffahrtswege in der Region.

Macron kritisierte zugleich einen möglichen US-Exportstopp für Diesel. Er nannte eine solche Maßnahme eine «schlechte Entscheidung», die nicht nur für den Rest der Welt, sondern auch für die US-Wirtschaft selbst schädlich wäre. US-Präsident Trump hatte sich am Dienstag für einen Exportstopp ausgesprochen. Finanzminister Scott Bessent zufolge prüft die US-Regierung derzeit, «ob ein vollständiges oder teilweises Verbot funktionieren würde». Zuletzt hatten die USA während der Ölkrise der 1970er Jahre ihre Rohölexporte weitgehend gestoppt, um die heimischen Preise zu senken.

Mit Blick auf die eigene Bevölkerung versicherte Macron, «alles zu tun», um eine Treibstoffknappheit an französischen Tankstellen zu verhindern. Derzeit sind vor allem die Total-Tankstellen von Engpässen betroffen, da das Unternehmen die Preise gedeckelt hat. Dies führt seit Wochen zu langen Schlangen vor den Zapfsäulen. Die französische Regierung steht unter Druck, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig die internationalen Verpflichtungen zu erfüllen.

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