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S&box wird kostenlos spielbar: Garry Newman kündigt großes Umdenken an

Facepunch Studios gibt sein Nachfolgeprojekt S&box als Free-to-Play-Titel frei. Gründer Garry Newman reagiert damit auf gemischte Kritiken und KI-generierte Inhalte auf der Plattform.

Facepunch Studios stellt sein Nachfolgeprojekt S&box auf ein kostenloses Spielmodell um. Das kündigte Studio-Gründer Garry Newman an, wie das britische Spielemagazin Rock Paper Shotgun berichtet. S&box war erst in diesem Jahr erschienen und als eine Mischung aus Open-Source-Entwicklungsplattform und geistigem Nachfolger des Valve-Physik-Sandkastens Garry's Mod gestartet.

Der Start verlief für das Studio enttäuschend. Das Spiel erhielt überwiegend gemischte Kritiken. Zudem füllten sich die Inhalte der Plattform früh mit einer Vielzahl KI-generierter Spiele von geringer Qualität. Newman räumte nun ein, dass seine ursprüngliche Vision eines Abonnementmodells für Spiele nicht funktioniere. Er habe sich ein «Netflix für Spiele» vorgestellt, doch dieses Konzept trage nicht, so der Entwickler.

Die Umstellung auf Free-to-Play ist Teil einer umfassenderen Neuausrichtung. Facepunch Studios ist vor allem für Garry's Mod und das Survival-Spiel Rust bekannt. Mit S&box wollte das Team an den Erfolg des Physik-Sandkastens anknüpfen und zugleich eine offene Plattform für selbst erstellte Spiele und Mods schaffen. Der kostenlose Zugang soll offenbar mehr Nutzer anziehen und die Basis für selbst erstellte Inhalte verbreitern.

Die Ankündigung fällt in eine Phase, in der sich die Spielebranche verstärkt mit KI-generierten Inhalten auseinandersetzt. Auf Plattformen, die auf Nutzerinhalte setzen, sorgen automatisch erzeugte Spiele immer wieder für Qualitätsprobleme. S&box ist ein Beispiel dafür: Die frühe Flut minderwertiger KI-Titel belastete den Ruf des Projekts und dürfte die Entscheidung für das neue Modell mitbeeinflusst haben.

Ob die Umstellung den erhofften Erfolg bringt, ist offen. Klar ist, dass Facepunch mit S&box einen anderen Weg einschlägt als zunächst geplant. Der Gründer selbst bezeichnet das ursprüngliche Abo-Modell als gescheitert. Für Spielerinnen und Spieler bedeutet die Ankündigung zunächst vor allem eines: Der Zugang zu S&box wird künftig nichts kosten.

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