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Ukraine plant vierte Phase der «Operation Vivaldi»

Die Ukraine bereitet die vierte Phase ihrer Gegenoffensive um Lyman vor. Präsident Selenskyj spricht von erheblichen Störungen des russischen Donbass-Ziels. Litauen beschränkt Immobilienkäufe für Russen, Bulgarien fordert Gespräche mit Moskau.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Die Ukraine bereitet die vierte Phase der «Operation Vivaldi» vor, ihrer Gegenoffensive im Gebiet um Lyman in der Region Donezk. Nach ukrainischer Darstellung hat die Operation das russische Kriegsziel, den gesamten Donbass zu erobern, bislang erheblich gestört. Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte am Mittwoch auf Telegram mit, der Plan sei mit ukrainischen Militärangehörigen auf dem Gefechtsstand des 3. Armeekorps besprochen worden, das die Operation anführt.

Den ukrainischen Angaben zufolge erlitt Russland in den ersten drei Phasen mehr als 5.000 Verluste, weitere 250 russische Soldaten gerieten in Gefangenschaft. Diese Zahlen lassen sich unabhängig derzeit nicht überprüfen. Die Angaben stammen aus ukrainischen Quellen und sind Teil der laufenden Informationspolitik im Krieg.

Unterdessen hat die litauische Regierung einen Gesetzentwurf beschlossen, der russischen Staatsbürgern den Kauf von Immobilien in der Nähe strategisch wichtiger Standorte verbietet. Damit sollen nachrichtendienstliche Aktivitäten und «hybride Operationen» wie die Überwachung von Militärübungen oder die Verfolgung von Truppenbewegungen «signifikant reduziert» werden. Das Verbot gilt auch für Menschen aus Belarus, einem engen Verbündeten Moskaus. Der Entwurf muss noch vom Parlament verabschiedet werden und soll am 1. Januar 2027 in Kraft treten.

Laut Daten des litauischen Zentralregisters vom vergangenen Mai haben 5.104 russische Staatsbürger und 2.781 belarussische Staatsbürger mit befristeter oder unbefristeter Aufenthaltserlaubnis Immobilien in Litauen gekauft – teils in der Nähe heikler Standorte. Das geplante Verbot schließt auch Russen und Belarussen ein, die eine Aufenthaltserlaubnis für Litauen besitzen. In Lettland und Finnland gelten bereits ähnliche Einschränkungen.

Bulgarien hat unterdessen Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs mit Russland gefordert und dabei auf das nukleare Risiko verwiesen, das von Moskau ausgehe. «Wir müssen anfangen mit Russland zu reden», sagte der bulgarische Regierungschef Rumen Radev am Mittwoch in Brüssel. «Das Wichtigste ist, die Bedingungen für Frieden vorzubereiten», fügte er hinzu. Radev warnte, dass die militärische Unterstützung Kiews nicht ausreichen werde, da die Ukraine immer weniger in der Lage sei, sich vor russischen Angriffen zu schützen. «Wir sollten erkennen, dass es Grenzen dafür gibt, einfach nur Waffen zu liefern und zu unterstützen», sagte er. Frieden werde «durch Diplomatie» erreicht und «nicht durch Waffenlieferungen». Radev hatte Bulgariens militärische Unterstützung für die Ukraine nach seinem Wahlsieg im April eingestellt.

Die russische Regierung hat Berichte über einen möglichen Deal mit den Vereinigten Staaten zur Lockerung der US-Sanktionen zurückgewiesen. «In dieser Form wurde das Thema nicht besprochen und konnte auch gar nicht besprochen werden, da wir die Existenz jeglicher politischer Gefangener kategorisch bestreiten», sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch laut einem Bericht der «Moscow Times». Zuvor hatte das US-Journal «The Atlantic» berichtet, die Administration von US-Präsident Trump verhandle mit Russland über eine Aufweichung der Wirtschaftssanktionen, wenn im Gegenzug politische Gefangene aus der Haft entlassen werden. Eine ähnliche Vereinbarung hatten die USA unter Vermittlung des Trump-Vertrauten John Coale im August bereits mit Belarus erzielt. Nach Angaben der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial sitzen in Russland derzeit 1.826 Oppositionelle aus politischen Gründen in Haft.

Russland hat nach ukrainischen Angaben binnen 24 Stunden 2.090 Soldaten als Gefallene oder Verwundete verloren. Der britische Militärgeheimdienst bezeichnet die Zahl unter Berufung auf den ukrainischen Generalstab als den höchsten bislang gemeldeten Tageswert seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022. Die Angaben zu den russischen Verlusten lassen sich unabhängig nicht überprüfen. Drei weitere Tageswerte von mehr als 2.000 getöteten oder verwundeten russischen Soldaten seien bereits 2024 registriert worden. Die hohen Verluste der vergangenen Monate führt der britische Geheimdienst vor allem auf die anhaltend intensiven russischen Angriffe im Osten der Ukraine zurück, insbesondere im Raum Dobropillia. Erst Mitte September hatte die Ukraine dort für einen Tag 1.960 russische Verluste gemeldet.

Bei massiven russischen Angriffen auf die ukrainische Energieversorgung sind in der Nacht zum Mittwoch nach Behördenangaben fünf Menschen ums Leben gekommen. Die Energieinfrastruktur von Kiew und der umliegenden Region sei das Hauptziel der Attacken mit fast 190 Drohnen und ballistischen Raketen gewesen, teilte Präsident Selenskyj mit. «Ein kombinierter Angriff dieses Ausmaßes hat seit dem Ende der vergangenen Heizperiode nicht mehr stattgefunden», erklärte Ministerpräsident Serhij Korezkyj. Unter den fünf Todesopfern landesweit sei auch ein Kind, sagte Selenskyj. Russland habe auch in den Regionen Schytomyr, Mykolajiw, Kirowohrad und Riwne kritische Infrastruktur angegriffen. Kiew war am Morgen nach den Luftangriffen wegen Bränden in dichten Rauch gehüllt. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge wurden zudem Trümmerteile auf dem Gelände einer westlichen Botschaft im Zentrum von Kiew gefunden. Um welche Vertretung es sich handelte, ließ er offen.

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