Wireva

Blizzard kündigt neues StarCraft als Open-World-Shooter an

Auf der BlizzCon 2026 hat Blizzard offiziell ein neues StarCraft-Spiel enthüllt. Statt Echtzeitstrategie wird es ein Open-World-Shooter – und erscheint erst 2030.

Auf der BlizzCon 2026 hat Blizzard offiziell ein neues StarCraft-Spiel angekündigt. Anders als die bisherigen Teile der Reihe wird es sich jedoch nicht um ein Echtzeitstrategiespiel handeln, sondern um einen Open-World-Shooter. Ein konkreter Erscheinungstermin wurde ebenfalls genannt: Das schlicht «StarCraft» getaufte Spiel soll erst im Jahr 2030 erscheinen.

Die Ankündigung erfolgte während der Eröffnungszeremonie der BlizzCon. Dan Hay, der seit 2022 bei Blizzard arbeitet und zuvor als Executive Producer an Far Cry mitwirkte, kommentierte die Rückkehr mit den Worten, es sei «verdammt höchste Zeit», dass man zum interstellaren Krieg von StarCraft zurückkehre. Anschließend wurde ein cineastischer Trailer gezeigt, in dem Dominion-Streitkräfte zu Elitekriegern ausgebildet und anschließend gegen eine gewaltige Welle von Zerg-Truppen in die Schlacht geschickt werden. Weitere Details zum Gameplay, zur Handlung oder zu den Plattformen wurden nicht bekannt gegeben.

Die Reaktionen des Publikums auf die Enthüllung fielen offenbar gemischt aus. Als der Begriff «Open-World-Shooter» fiel, war die hörbare Reaktion der Menge laut Berichten nicht unbedingt von Begeisterung geprägt. Viele Fans hatten sich seit Jahren eine Rückkehr zur klassischen Echtzeitstrategie gewünscht, dem Genre, das die Serie einst groß gemacht hat. Stattdessen setzt Blizzard nun auf eine völlig andere Spielform.

Es ist nicht der erste Versuch, die Marke StarCraft in ein anderes Genre zu übertragen. Bereits 2002 wurde StarCraft Ghost angekündigt, ein Stealth-Action-Spiel für Konsolen, in dem man als Ghost-Operative im Dienst des Dominion spielen sollte. Das Projekt wurde nach mehreren Verschiebungen im Jahr 2006 eingestellt. Ein zweiter Versuch mit dem Codenamen Ares, der als Shooter im StarCraft-Universum geplant war und laut Berichten Ähnlichkeiten mit Battlefield aufweisen sollte, wurde 2019 abgesagt, damit sich Blizzard auf Diablo 4 und Overwatch 2 konzentrieren konnte. Der nun angekündigte Open-World-Shooter ist damit der dritte Anlauf.

Die Gerüchte um eine Rückkehr von StarCraft hatten sich in den vergangenen Monaten verdichtet. Bereits vor der BlizzCon begann die offizielle StarCraft-Website zu «glitchen» und zeigte versteckte Textprotokolle, die wie geheime Übertragungen aussahen und auf eine bevorstehende Enthüllung hindeuteten. Zudem gab es Berichte, wonach der südkoreanische Publisher Nexon Interesse an einer Lizenzierung der Marke StarCraft zeigt, um möglicherweise ein StarCraft III zu entwickeln. Für Fans der klassischen Echtzeitstrategie könnte dies ein Hoffnungsschimmer sein.

Das letzte originäre StarCraft-Spiel war StarCraft II: Legacy of the Void, das 2015 die Trilogie abschloss. 2017 erschien mit StarCraft Remastered eine überarbeitete Version des ersten Teils. Seitdem lag der Fokus von Blizzard auf anderen Marken wie Warcraft, Diablo und Overwatch. Die ursprüngliche StarCraft-Reihe und ihre Brood-War-Erweiterung waren bei Erscheinen große Erfolge und legten insbesondere in Südkorea den Grundstein für die E-Sport-Kultur, wo lokale Internetcafés zu Zentren des kompetitiven Spiels wurden.

Ob der neue Open-World-Shooter die Erwartungen der Community erfüllen kann, bleibt angesichts des frühen Ankündigungszeitpunkts und der bislang spärlichen Informationen offen. Blizzard ist dafür bekannt, Spiele früh anzukündigen und mit dem Motto «It’ll be ready when it’s ready» zu arbeiten. Bis 2030 dürften noch einige Details folgen.

Same event, other desks

Story file →