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Gears of War: E-Day startet ohne Fleischschild und Kettensägen-Duelle

The Coalition baut den Prequel-Shooter von Grund auf neu und muss deshalb auf bekannte Serien-Features verzichten. Zum Start fehlen Fleischschilde, Kettensägen-Duelle, private Lobbys und Bestenlisten. Die erste Season läuft ab sofort acht Wochen lang.

The Coalition hat bestätigt, dass Gears of War: E-Day zum Start auf mehrere klassische Serien-Features verzichten wird. Wie das Studio in einem Entwickler-Blog mitteilte, fehlen zunächst sowohl das Nehmen von Gegnern als menschliche Schutzschilde, im Englischen als «meat shields» bekannt, als auch die Duelle mit den Kettensägen-Aufsätzen der Lancer-Sturmgewehre. Beide Mechaniken gehörten seit den frühen Teilen zum festen Repertoire der Reihe und gelten bei vielen Fans als Markenzeichen.

Als Grund nennt The Coalition den kompletten Neubau des Spiels. «Wir haben E-Day mit einer leeren Festplatte begonnen und unsere gesamte Gameplay-Sandbox von Grund auf neu gebaut, um ein einheitlicheres Spielerlebnis über Kampagne, PVE und PVP hinweg zu gewährleisten», zitiert der Blog das Studio. Diese neue Sandbox habe Innovationen bei Deckung, Kampf und Gegnern ermöglicht. Der Preis dafür sei gewesen, dass nicht jede traditionelle Funktion zum Launch umsetzbar war.

Das Studio betont, es arbeite daran, die fehlenden Features nachzuliefern, sei es nach dem Start oder in einem möglichen Nachfolger. Neben Fleischschilden und Kettensägen-Duellen nennt The Coalition auch private Lobbys und Bestenlisten als Inhalte, die erst später folgen sollen. Wann genau diese Ergänzungen erscheinen, bleibt offen.

Die erste Season von E-Day startet zeitgleich mit dem Early-Access-Release und läuft acht Wochen bis zum 1. Dezember. Sie umfasst alle Launch-Karten, Modi und Kosmetik-Inhalte sowie drei saisonale Events: Halloween, «20 Years of Gears» und «Thanksgibbing». Die Ranglisten-Modi folgen später, am 13. Oktober.

Darüber hinaus kündigt der Blog größere Änderungen an der Gnasher an, der ikonischen Schrotflinte der Serie. Bisher führte das Schießen aus der Hüfte in jede Richtung, in die der Charakter blickte, zu einem Schuss. In E-Day kombiniert das System Kamera-Zielen und Mündungsposition, um den Spielern mehr Kontrolle über diese spontanen Schüsse zu geben.

Die Ankündigung fällt in eine unruhige Phase für das Studio. Im vergangenen Monat entließ Xbox weitere 268 Mitarbeiter, darunter auch der Story-Director von E-Day. Bereits im Juni 2024 hatte Microsoft zugesichert, die Geschichte von Gears of War fortzusetzen und den Cliffhanger aus Gears 5 aufzulösen, obwohl mit E-Day zuerst ein Prequel erscheint. Ob dieses Vorhaben noch umgesetzt wird, dürfte maßgeblich vom Erfolg von E-Day abhängen. Berichten zufolge sorgen sich Entwickler bei The Coalition bereits, nach dem Launch des Spiels selbst von Kürzungen betroffen zu sein. «Es ist schwer, noch irgendetwas zu glauben, was sie sagen», sagte ein Entwickler gegenüber Eurogamer.

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