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Kiew meldet 1,54 Millionen russische Verluste seit Kriegsbeginn

Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Zahlen zu den russischen Verlusten. Unabhängige Schätzungen gehen von einem Verhältnis von 2,5 zu 1 aus. Russland meldet die Einkesselung einer ukrainischen Einheit bei Wowtschansk, doch Belege fehlen.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Der ukrainische Generalstab hat neue Angaben zu den russischen Verlusten seit Beginn des großangelegten Angriffskriegs veröffentlicht. Demnach hat Russland seit der Invasion vor mehr als vier Jahren rund 1,54 Millionen Soldaten verloren. Allein in den vergangenen 24 Stunden seien 2.020 weitere Verluste hinzugekommen, teilte der Generalstab mit.

Neben den personellen Verlusten meldet die ukrainische Militärführung erhebliche Schäden an militärischem Gerät. Seit Kriegsbeginn seien unter anderem 12.393 Panzer, 25.487 gepanzerte Fahrzeuge, 50.733 Artilleriesysteme und 1.688 Luftabwehrsysteme zerstört oder anderweitig außer Gefecht gesetzt worden. Die Angaben zu den personellen Verlusten lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Der ukrainische Generalstab veröffentlicht keine Zahlen zu den eigenen Verlusten und begründet dies mit der operativen Geheimhaltung.

Unabhängige westliche Thinktanks gehen davon aus, dass die russischen Verluste die ukrainischen deutlich übersteigen. Das Center for Strategic and International Studies (CSIS) schätzte das Verhältnis im Januar 2026 auf etwa 2,5 zu 1 beziehungsweise 2 zu 1. Demnach hat die Ukraine zwischen Februar 2022 und Dezember 2025 wahrscheinlich zwischen 500.000 und 600.000 Verluste erlitten. Darunter sollen zwischen 100.000 und 140.000 im Kampf getötete Soldaten sein.

Russland hat unterdessen im Raum Wowtschansk eine größere ukrainische Einheit für eingekesselt erklärt. Eine aktuelle Analyse des unabhängigen russischen Mediums Meduza zieht diese Darstellung jedoch in Zweifel. Demnach liegen zwischen den bislang durch Videos belegten russischen Positionen noch rund 17 Kilometer. Zudem seien auch Wochen nach der russischen Erfolgsmeldung weiterhin ukrainische gepanzerte Fahrzeuge in dem angeblich eingeschlossenen Gebiet zu sehen.

Die Lage für die ukrainischen Truppen bleibt dennoch schwierig. Laut Meduza fehlen Kiew in dem Abschnitt Kräfte, um eingedrungene russische Einheiten zurückzudrängen. Russische Truppen befinden sich demnach teils nur noch rund 15 Kilometer von Welykyj Burluk entfernt, einem wichtigen Versorgungsknoten für die Frontabschnitte bei Wowtschansk und Kupjansk.

Bei einem russischen Luftangriff auf Charkiw ist nach ukrainischen Angaben eine Person getötet worden. Sechs weitere Menschen wurden verletzt, teilte Bürgermeister Ihor Terechow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.

Die Ukraine versorgt nach eigenen Angaben die russisch besetzte Stadt Oleschky im Süden des Landes erneut per Drohne mit Hilfsgütern. In knapp 400 Paketen habe das Militär fast vier Tonnen Lebensmittel und Medikamente geliefert, teilte Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X mit. Die Frontstadt am Dnipro ist seit 2022 von Russland besetzt. Der Kreml räumt Versorgungsengpässe in Oleschky ein, an deren Lösung das russische Militär arbeite.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wünscht sich von Deutschland weiter den Marschflugkörper Taurus, der Ziele in 500 Kilometern Entfernung präzise treffen kann. Nach seinem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Kiew sagte er auf die Frage, ob er nach all den Jahren der vergeblichen Bitten weiter Hoffnung auf den Taurus habe: «Natürlich. Niemals aufgeben.»

Die Ukraine hatte die Bundesregierung im Mai 2023 offiziell um die Lieferung der wegen ihrer Treffsicherheit und hohen Durchschlagskraft besonders begehrten Marschflugkörper gebeten. Der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) lehnte dies ab, auch weil er eine weitere Eskalation des Kriegs befürchtete. Merz hatte dagegen noch im Wahlkampf 2025 Sympathien für eine Lieferung erkennen lassen – bei einer europäischen Abstimmung.

«Alle Länder, die auf der richtigen Seite sind, müssen der Ukraine alles an militärischer Hilfe geben, was die Ukraine braucht», sagte Selenskyj. Das mache eine echte Partnerschaft aus. Merz hatte ihm zuvor die Freigabe von einer Milliarde Euro für die Beschaffung von Abfangdrohnen und Waffen größerer Reichweite zugesagt. Um den Taurus geht es dabei aber nicht.

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