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Mehr als 200 Tote nach schwerem Erdbeben in Kolumbien

Nach dem Erdbeben der Stärke 7,4 suchen Rettungskräfte weiter nach Verschütteten. Mehr als 3.000 Menschen gelten als vermisst, der Ausnahmezustand wurde ausgerufen.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OU erstellt.

Nach dem schweren Erdbeben im Westen Kolumbiens ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 224 gestiegen. Hunderte Menschen wurden verletzt, mehr als 3.000 gelten weiterhin als vermisst. Rettungskräfte suchen in eingestürzten Gebäuden nach Überlebenden, während Nachbeben die Arbeiten zusätzlich gefährlich machen.

Das Beben der Stärke 7,4 ereignete sich am 10. August gegen 7.34 Uhr Ortszeit. Das Epizentralgebiet lag nahe San José del Palmar im westlichen Departamento Chocó. Besonders schwere Schäden wurden auch aus Cali und Pereira gemeldet.

In den ersten Stunden war noch von 132 Toten die Rede. Mit neuen Meldungen aus Krankenhäusern, Städten und schwer erreichbaren Gebieten stieg die Zahl jedoch deutlich. El País nannte am 11. August mindestens 224 Todesopfer. Da die Suche noch läuft, bleibt auch diese Bilanz vorläufig.

Nach Angaben der Associated Press werden mehr als 3.000 Menschen vermisst. Diese Zahl bedeutet nicht, dass alle unter Trümmern liegen. Nach Katastrophen tauchen viele Vermisste später in Krankenhäusern, Notunterkünften oder bei Angehörigen auf. Angesichts von rund 1.600 beschädigten oder eingestürzten Gebäuden müssen die Einsatzkräfte jedoch zahlreiche Adressen überprüfen.

Soldaten, Feuerwehrleute, spezialisierte Rettungsteams, Freiwillige und Anwohner arbeiten gemeinsam an den Einsturzstellen. Große Betonplatten können nicht einfach schnell entfernt werden, weil darunter Hohlräume liegen können, in denen Menschen überlebt haben. Jede Bewegung muss deshalb gegen das Risiko eines weiteren Einsturzes abgewogen werden.

Präsident Abelardo de la Espriella rief den nationalen Ausnahmezustand aus und erklärte die Rettung Verschütteter zur wichtigsten Aufgabe. Die Regierung muss zugleich medizinische Versorgung, Notunterkünfte, Transportwege und die öffentliche Sicherheit in stark beschädigten Stadtteilen organisieren.

Hinzu kommen zahlreiche Nachbeben. El País berichtete unter Berufung auf den kolumbianischen geologischen Dienst von 47 registrierten Nachstößen. Der stärkste erreichte eine Magnitude von 4,8. Für bereits geschwächte Häuser kann auch ein wesentlich kleineres Beben als der Hauptstoß gefährlich sein. Ingenieure müssen deshalb Gebäude prüfen, bevor Bewohner zurückkehren.

Die Schäden betreffen nicht nur Wohnungen. Frühere Berichte nannten auch Beeinträchtigungen an regionalen Flughäfen und anderen Verkehrsverbindungen. Gerade für abgelegene Teile von Chocó ist der Zugang entscheidend, weil Rettungsgerät, Wasser und medizinische Hilfe sonst nur verzögert ankommen.

Internationale Unterstützung läuft an. Die Vereinigten Staaten kündigten nach AP-Angaben Hilfen in Höhe von rund 15,5 Millionen Dollar an. In den kommenden Wochen wird es zusätzlich um Unterkünfte, Reparaturen und den Wiederaufbau gehen.

Noch steht Kolumbien jedoch in der akuten Rettungsphase. Solange Menschen vermisst werden und es realistische Chancen auf Überlebende gibt, konzentrieren sich die Teams auf die Trümmer. Erst wenn diese Suche abgeschlossen ist, wird sich genauer zeigen, wie hoch der menschliche und materielle Verlust tatsächlich ist.

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