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Macron kritisiert Israels Vorgehen in Gaza und im Westjordanland vor der UN

Der französische Präsident nennt die Lage in Gaza ein «Spektakel, das uns beschämt» und betont, der Hamas sei im Westjordanland nicht aktiv. Israel weist die Äußerungen als «groteske Absurdität» zurück.

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Der französische Präsident Emmanuel Macron hat vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York scharfe Kritik am israelischen Vorgehen im Gazastreifen und im Westjordanland geübt. Die Situation in Gaza sei ein «Spektakel, das uns beschämt», sagte Macron in seiner Rede. Es war sein letzter Auftritt vor den Vereinten Nationen als französischer Staatschef.

Macron kritisierte insbesondere die israelischen Aktivitäten im Westjordanland. Dort sei die Hamas nicht aktiv, betonte er. Das Westjordanland wird von der Palästinensischen Autonomiebehörde verwaltet. Die israelische Regierung wies die Äußerungen umgehend zurück und sprach von einer «grotesken Absurdität».

In seiner Rede rief Macron die internationale Gemeinschaft dazu auf, «nichts dem zuzugestehen, was sich gerade einrichtet und im Grunde eine langsame Spaltung der Welt ist». Er warnte vor einem «Rückkehr des Gesetzes des Dschungels» in den internationalen Beziehungen und plädierte für die Verteidigung des «gemeinsamen Interesses».

Der französische Präsident thematisierte in seiner Ansprache auch den Krieg in der Ukraine und die Herausforderungen durch künstliche Intelligenz. Er verband diese Themen mit der grundlegenden Sorge um eine internationale Ordnung, die zunehmend unter Druck gerät.

Die israelische Reaktion folgte unmittelbar. Die Regierung in Jerusalem bezeichnete Macrons Vorwürfe als haltlos und warf ihm vor, die Realität zu verkennen. Insbesondere die Aussage, der Hamas sei im Westjordanland nicht aktiv, stieß auf scharfen Widerspruch.

Macrons Auftritt markiert das Ende einer Ära: Nach zwei Amtszeiten verabschiedete er sich von der UN-Bühne mit einer eindringlichen Warnung vor der Erosion multilateraler Strukturen. Seine Worte dürften in den kommenden Wochen in den diplomatischen Kreisen Europas und des Nahen Ostens nachhallen.

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