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Russische Oligarchen finanzieren Putins Krieg mit freiwilligen Spenden

Russlands reichste Geschäftsleute haben 2025 mehr als ein Prozent der Staatsausgaben über freiwillige Kriegsspenden gedeckt. Das geht aus Haushaltsunterlagen hervor. Parallel setzt Russland seine Angriffe auf die Infrastruktur Kiews fort.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Russlands reichste Geschäftsleute haben in diesem Jahr mehr als ein Prozent der Staatsausgaben des Landes über sogenannte freiwillige Kriegsspenden gedeckt. Das geht aus Unterlagen zum russischen Staatshaushalt hervor, über die die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Demnach hatte Präsident Wladimir Putin die Oligarchen im März zu einem nicht öffentlichen Treffen eingeladen und sie um Spenden gebeten. Die meisten der Teilnehmer stehen unter westlichen Sanktionen. Die vollständige Teilnehmerliste wurde nicht veröffentlicht.

Putin erklärte im September, nach dem Treffen seien «Hunderte Milliarden» Rubel gespendet worden. Die genaue Summe und die Verwendung der Gelder bleiben unklar. Die Spenden fließen offenbar direkt in den Staatshaushalt und tragen so zur Finanzierung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine bei. Für die beteiligten Unternehmer bedeutet die Zahlung eine indirekte Unterstützung des Militärs, auch wenn sie formal als freiwillig gilt.

Unterdessen setzt Russland seine Angriffe auf die Verkehrsinfrastruktur der ukrainischen Hauptstadt Kiew fort. In der Nacht zum Freitag wurde die Pivdennyi-Brücke über den Dnipro erneut getroffen, nachdem bereits am Donnerstag mehrere Drohnen in der Nähe ihrer Stützkonstruktion und auf der Fahrbahn eingeschlagen waren. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge ist die Brücke derzeit in beide Richtungen gesperrt. «Der Feind reißt Kiew auseinander», schrieb Klitschko am Freitag im Onlinedienst Telegram. Die Lage sei «sehr dramatisch». Es sei nicht mehr möglich, so zu tun, als könne man wie in Friedenszeiten leben.

Die Auswirkungen reichen über die unmittelbar getroffene Brücke hinaus. Auch die Paton-Brücke wurde zeitweise vollständig gesperrt, auf der Metro-Brücke wurde der Verkehr eingeschränkt. Mehrere Bus- und Trolleybuslinien müssen deshalb über andere Dnipro-Querungen ausweichen. Die Angriffe auf die Paton- oder die Metro-Brücke selbst wurden von den Behörden bislang nicht gemeldet.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte der «Financial Times», Putin habe seinem Militär angeordnet, bisherige Beschränkungen bei Luftangriffen auf die Ukraine fallen zu lassen. Er beruft sich dabei auf Erkenntnisse ukrainischer Geheimdienste und abgefangene Kommunikation aus dem Kreml. Putin habe im September deutlich gemacht: «Es gibt jetzt keine Regeln mehr.» Seitdem habe Russland seine Angriffe auf zivile Ziele deutlich ausgeweitet, darunter Schulen, Krankenhäuser, Rechenzentren und Energieanlagen. Die abgehörten Gespräche wurden nicht veröffentlicht und lassen sich unabhängig nicht überprüfen. Russland bestreitet weiterhin, gezielt zivile Einrichtungen anzugreifen.

Unterdessen rechnen europäische Sicherheitsbehörden einem Medienbericht zufolge in den kommenden Monaten mit einer Zunahme russischer Sabotageakte. Ein hochrangiger Nato-Vertreter sagte der «Welt am Sonntag» und dem britischen «Telegraph», das Bündnis erwarte eine aggressivere Kommunikation aus Moskau und eine Ausweitung hybrider Angriffe in Europa. Auch Analysten der Bundesregierung gehen dem Bericht zufolge von einer Verschärfung aus. Als Beispiel gilt der versuchte Anschlag mit einer sprengstoffbeladenen Drohne am Flughafen Leipzig/Halle im August. Die Bundesregierung macht Russland für den Angriff verantwortlich und geht davon aus, dass Deutschland weiter Ziel russischer hybrider Operationen bleibt. Nach Einschätzung deutscher Sicherheitsbehörden spielt dabei vor allem der russische Militärgeheimdienst GRU eine zentrale Rolle. Die russische Botschaft weist Vorwürfe einer Beteiligung Moskaus an Sabotageakten zurück.

Die Türkei und die Vereinten Nationen haben nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg neue Verhandlungen mit der Ukraine und Russland über eine Waffenruhe im Schwarzen Meer organisiert. Die Gespräche sollen Anfang Oktober stattfinden. Als Vermittler tritt demnach die Schweizer Nichtregierungsorganisation Centre for Humanitarian Dialogue auf. Die Initiative wurde im September gestartet, um das Schwarzmeer-Getreideabkommen von 2022 wiederzubeleben, das die Sicherheit der kommerziellen Schifffahrt gewährleisten sollte. Russland war im Juli 2023 nach einer Explosion auf der Krim-Brücke aus dem Abkommen ausgestiegen.

Die Ukraine hat nach russischen Angaben Industrieanlagen in der Stadt Wolgograd mit Drohnen angegriffen. Dabei sei ein Feuer in einem Wohnhaus ausgebrochen und eine Person verletzt worden, teilte Gouverneur Andrej Botscharow auf Telegram mit. Der Brand sei inzwischen gelöscht. Welche Anlagen genau Ziel des Angriffs waren, ließ der Gouverneur offen. In Wolgograd befindet sich eine große Ölraffinerie.

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