Wireva

Selenskyj nennt Putin «Patient Null» der Kriegstreiberei

In der UN-Generaldebatte ruft der ukrainische Präsident die Weltgemeinschaft zur Eindämmung Russlands auf. Lawrow kündigt weitere Angriffe an, OpenAI unterstützt Kiew im Cyberkrieg.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in der UN-Generaldebatte in New York die Weltgemeinschaft eindringlich zur Eindämmung Russlands aufgerufen. Kremlchef Wladimir Putin sei «der Patient Null, von dem die Idee des Krieges sich immer weiter verbreitet», sagte Selenskyj. Durch ihn werde die Welt für alle anderen gefährlicher. «Deshalb muss der Patient Null gestoppt werden, man muss ihm den Raum nehmen, zu handeln und das Böse zu verbreiten.»

Selenskyj beschrieb die Last, die sein Land in mehr als viereinhalb Jahren des Moskauer Angriffskriegs tragen müsse. Russland bedrohe auch die Republik Moldau, Polen und die baltischen Staaten. Moskau respektiere die Selbstständigkeit der Staaten im Südkaukasus und in Zentralasien nicht. Syrien und Länder in Afrika hätten leidvolle Erfahrungen mit russischer Brutalität gemacht. Nordkorea habe seine Militärtechnik in Kooperation mit Russland weiterentwickelt und werde zu einer größeren Gefahr für seine asiatischen Nachbarn.

Russland will seine Angriffe auf die Ukraine vorerst nicht einstellen. «Wir werden in unserer speziellen Militäroperation keine Pause einlegen», sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates in New York. Er verwendete damit den Begriff, mit dem Russland seinen Angriffskrieg umschreibt. Auf die jüngste Forderung von US-Präsident Donald Trump, wenigstens die gegenseitigen Angriffe auf Energieanlagen zu beenden, ging Lawrow nicht ein. Stattdessen warf er den Europäern vor, sie wollten eine Unterbrechung der Kämpfe nutzen, um «das Kiewer Regime mit Waffen vollzupumpen».

Selenskyj hatte sich zuvor bereiterklärt, die Angriffe auf Russlands Energieinfrastruktur zu beenden, sofern Moskau seine Angriffe auf ukrainische Energieanlagen ebenfalls einstellt. Vor seinem Auftritt im UN-Sicherheitsrat war Lawrow mit US-Außenminister Marco Rubio zusammengekommen. Rubio teilte danach mit, dass die USA den russischen Präsidenten Putin zum G20-Gipfel in Miami im Dezember eingeladen haben.

Unterdessen erhält Kiew Unterstützung im Cyberkrieg. Das US-Unternehmen OpenAI gewährt der Ukraine Zugang zu seinen besonders leistungsfähigen KI-Anwendungen für Cybersicherheit. Die Regierung in Kiew werde in das bislang nur eingeschränkt zugängliche Programm «Daybreak» aufgenommen, teilte das Unternehmen mit. Die Technologie soll helfen, Schwachstellen in Computersystemen aufzuspüren und zu beheben und so insbesondere die zivile Infrastruktur besser gegen Cyberangriffe zu schützen.

Die Ukraine ist nach Angaben von OpenAI anhaltenden Cyberangriffen aus Russland ausgesetzt. Im vergangenen Jahr registrierte die zuständige ukrainische Behörde demnach fast 6.000 Vorfälle, darunter Angriffe auf Computersysteme von Krankenhäusern sowie auf den Energie- und Telekommunikationssektor. OpenAI hat nach eigenen Angaben bereits der EU-Agentur für Cybersicherheit Enisa sowie mehreren Staaten, darunter Deutschland, Frankreich und Polen, spezielle KI-Modelle für IT-Sicherheit zur Verfügung gestellt. Die Ankündigung erfolgte am Rande der UN-Generalversammlung in New York.

Die militärischen Auseinandersetzungen dauern unterdessen unvermindert an. Bei russischen Bombenangriffen sind im ostukrainischen Gebiet Donezk mindestens vier Menschen getötet worden. Nach Angaben von Militärgouverneur Wadym Filaschkin wurden vier weitere Menschen verletzt. Insgesamt seien vier Gleitbomben auf die Siedlung Olexandriwka abgeworfen worden. Ein mehrstöckiges Wohnhaus wurde komplett zerstört, elf weitere beschädigt. Schäden gab es auch an 42 Einfamilienhäusern, einem Kindergarten, einem Geschäft und einem Verwaltungsgebäude. Filaschkin forderte die verbliebenen Bewohner der umkämpften Region zur Flucht auf. Olexandriwka liegt etwa 40 Kilometer von der Frontlinie entfernt.

Gleitbomben sind mit Flügelkonstruktionen ausgestattete Bomben, die von russischen Kampfjets aus großer Entfernung und Höhe abgeworfen werden. So können sie ungefährdet von der ukrainischen Flugabwehr ins Ziel gleiten. Die jüngsten Angriffe unterstreichen die anhaltende Intensität des Konflikts, während auf diplomatischer Ebene die Fronten verhärtet bleiben.

Same event, other desks

Story file →