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Steigende Pegelstände: Rhein-Fähren können wieder fahren

Nach wochenlanger Zwangspause wegen extremer Trockenheit und Niedrigwasser nehmen immer mehr Rheinfähren ihren Betrieb wieder auf. Die wirtschaftlichen Einbußen sind vielerorts erheblich.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Nach wochenlanger Zwangspause wegen extremer Trockenheit und historisch niedriger Pegelstände nehmen immer mehr Rheinfähren ihren Betrieb wieder auf. Die gestiegenen Wasserstände ermöglichen es den Betreibern, wieder Passagiere und Fahrzeuge über den Fluss zu bringen. Besonders betroffen waren Fährverbindungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, wo die Trockenheit im Juli und August zu massiven Einschränkungen geführt hatte.

Die Rheinfähre zwischen dem Düsseldorfer Süden und Zons (Dormagen) konnte nach 29 Tagen Pause wieder den Betrieb aufnehmen. Betreiber Jens Jansen zeigte sich erleichtert: „Da wir im Frühjahr und Sommer einen Großteil unserer Einnahmen erzielen, sind die wirtschaftlichen Folgen natürlich erheblich.“ Das Unternehmen, in dem auch sein Vater und sein Bruder arbeiten, beschäftigt fünf Festangestellte und fünf Aushilfen. „Wir waren kurz davor, Kurzarbeit zu beantragen“, sagte Jansen der Deutschen Presse-Agentur. Die Fähre ist besonders bei Fahrradfahrern und Fußgängern beliebt, die von Düsseldorf aus einen Ausflug zur historischen Altstadt von Zons machen – vor allem am Wochenende bei schönem Wetter ist der Andrang sonst groß.

Auch die Fähre des Heimat- und Bürgervereins Bislich, die zwischen Xanten und Wesel am Niederrhein verkehrt, plante die Wiederaufnahme des Betriebs für Samstag nach drei Wochen Pause. Fährleiter Philipp Feine betonte: „Das war unsere längste naturbedingte Zwangspause, beim Niedrigwasser 2022 waren es zwei Wochen.“ Nur bei einem Getriebeschaden habe es in der Vergangenheit einmal länger gedauert. Die Fähre Weiß in Köln nahm bereits am Freitag ihren Betrieb wieder auf, bei der Fähre Siebengebirge in Bad Honnef (NRW) und bei der Fähre in Kaub (Rheinland-Pfalz) ging es schon am vergangenen Donnerstag los. „Es hat sich entspannt – aber wer weiß, was in diesem Sommer noch kommt“, hieß es von der Fährgemeinschaft Kaub, die elf Tage lang nicht fahren konnte.

Trotz der Entspannung gibt es weiterhin Einschränkungen. In Bad Honnef werden wegen des weiterhin recht niedrigen Pegelstandes keine Wohnmobile oder Transporter befördert, sondern nur Autos bis zur Größe eines VW-Busses. Die Rheinfähre zwischen Bad Breisig und Bad Hönningen (Rheinland-Pfalz) hat das Maximalgewicht pro Fahrzeug auf 7,5 Tonnen begrenzt und nutzt eine spezielle Niedrigwasserrampe, um den Betrieb aufrechterhalten zu können. Bei der Hitdorfer Personenfähre, die im Juli normalerweise durchschnittlich 350 Menschen von Leverkusen nach Köln oder zurück befördert, soll der Betrieb frühestens am Montag wieder losgehen, wie eine Sprecherin der Stadt Leverkusen mitteilte. Die mehr als 30-tägige Zwangspause seit Juli habe zu Einbußen von etwa 30.000 Euro geführt.

Die Pegelstände am Rhein hatten in diesem Monat historische Tiefststände erreicht, in Düsseldorf fiel der Wert zeitweise in den Minusbereich. Die Fahrrinne ist deutlich tiefer als der jeweilige Pegelstand am Ufer, in Düsseldorf beträgt die Differenz 1,59 Meter. In den vergangenen Tagen ging es deutlich aufwärts, in der NRW-Landeshauptstadt wurde ein Wert von knapp 40 Zentimetern erwartet – ein im Vergleich zu den Vorjahren weiterhin relativ niedriger Wert. Die Betreiber hoffen nun, dass der Rhein weiterhin genügend Wasser führt, um den Fährbetrieb dauerhaft aufrechterhalten zu können.

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