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March of Giants will das MOBA-Genre mit kürzeren Matches aufmischen

Ein neues 4v4-MOBA setzt auf Schlachtfeld-Taktik, 20- bis 30-minütige Matches und klassische Mechaniken – und will sich gegen League of Legends und Dota 2 behaupten.

Ein neues MOBA namens March of Giants könnte die festgefahrene Genre-Landschaft aufmischen. Das Spiel setzt auf 4v4-Matches, in denen Spieler als mythologische Riesen agieren, und will Partien auf 20 bis 30 Minuten verkürzen – deutlich kürzer als bei League of Legends oder Dota 2. In einer ausführlichen Vorschau zeigt sich, dass March of Giants dabei auf klassische MOBA-Elemente wie Last Hitting, getrennte Skill-Level und komplexe Itemisierung nicht verzichtet, diese aber mit einer dynamischen Schlachtfeld-Mechanik verbindet.

Die zentrale Neuerung liegt in der Kontrolle über das Schlachtfeld. Spieler befehligen nicht nur ihren eigenen Riesen, sondern auch Truppen und errichten sogenannte Battleworks – Verteidigungsanlagen, die zu Tanks, Kavallerie-Angriffen oder Luftschiff-Truppenabwürfen werden können. Diese Bauwerke können Fronten stärken oder unter Druck geratene Linien halten. Zusätzlich kämpfen die Teams um Nachschubpunkte und Vorräte in den Ruinen außerhalb der klassischen Lanes. Requisition dient als Währung für Upgrades des eigenen Riesen, während Vorräte in Battleworks investiert werden. Zerstörte feindliche Depots schwächen den Gegner und stärken die eigenen Fähigkeiten.

Die Entwickler wollen das Genre nicht verwässern, sondern seine Wurzeln betonen. March of Giants erinnert in seiner Struktur an die Custom-Maps von Warcraft 3, ohne dabei auf Echtzeit-Strategie-Mikromanagement zu setzen. Neutrale Ziele wie Belagerungsmaschinen oder ein feindliches Luftschiff bieten Anreize für Teamkämpfe und Belohnungen für erfolgreiche Pushs. Um zu gewinnen, müssen zwei von drei feindlichen Zitadellen zerstört werden. Die Karte ist kleiner als in anderen großen MOBAs, was ab der 10. bis 15. Minute für ein enges, fast klaustrophobisches Gefühl sorgt – ein gewonnener Teamkampf kann innerhalb kürzester Zeit das Spiel entscheiden.

Die Charaktervielfalt soll für Abwechslung sorgen. Neben klassischen Riesen gibt es Skelette, Werwölfe, Bäume, Cthulhu-ähnliche Wesen und skurrile Kreaturen wie den Trench Maw. Jeder Held bietet unterschiedliche Builds: Die Reihenfolge der Skill-Upgrades, die Itemwahl und später knappe Augment-Punkte, die Fähigkeiten verbessern – etwa durch größere Reichweite oder zusätzliche Projektile – erlauben verschiedene Spielstile. Die Iron Sister etwa kann als mobiler Support mit Schaden, Verlangsamung und Heilung gespielt werden oder als zäher Tank, der die Front hält.

Die Entwickler haben Erfahrung mit dem Angriff auf scheinbar unbesiegbare Konkurrenz. Einige von ihnen arbeiteten an Rainbow Six Siege, das sich gegen Counter-Strike behauptete. Ähnlich wie damals will March of Giants zugänglich sein, ohne die Tiefe des Genres zu opfern. In der getesteten Entwicklungsversion dauerte keine Partie länger als 25 Minuten, und der Autor der Vorschau sieht Potenzial für zwei bis drei Runden pro Stunde. Das macht das Spiel attraktiv für alle, die Gaming in ihren Alltag integrieren wollen. Ob sich March of Giants tatsächlich gegen die Platzhirsche durchsetzen kann, bleibt abzuwarten – die Vorschau stimmt jedoch optimistisch, dass hier ein frischer Wind in ein starres Genre kommt.

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