Steam hat im Jahr 2026 bislang rund 15 Milliarden US-Dollar Umsatz erzielt. Das berichtet Rhys Elliot, Leiter der Marktanalyse bei Alinea Analytics. Die Plattform von Valve profitiert dabei von einer Reihe großer Neuerscheinungen, die im weiteren Jahresverlauf für weiteres Wachstum sorgen dürften.
Die umsatzstärksten neuen Titel auf der Plattform sind einer Analyse von Elliot zufolge Forza Horizon 6 mit 210,5 Millionen Dollar, Crimson Desert mit 203,3 Millionen Dollar sowie Resident Evil Requiem mit gut 200,9 Millionen Dollar. Dahinter folgen Slay the Spire 2 mit über 148 Millionen Dollar, Subnautica 2 mit 139,2 Millionen Dollar und Meccha Chameleon mit 89,8 Millionen Dollar.
Die Top-100-Liste der neuen Spiele macht den Angaben zufolge 15,9 Prozent des gesamten Steam-Umsatzes im Jahr 2026 aus – das entspricht rund 2,4 Milliarden Dollar. Auffällig ist dabei die Verteilung zwischen neuen und etablierten Marken: 63 der 100 erfolgreichsten Neuerscheinungen sind neue Marken, doch 52,5 Prozent des Umsatzes in dieser Gruppe stammen von etablierten Franchises.
Ein einzelner Titel sticht besonders hervor: Crimson Desert, das Action-Rollenspiel des südkoreanischen Studios Pearl Abyss, verantwortet rund 18 Prozent aller Einnahmen, die in der Top-100-Liste auf neue Marken entfallen. Ohne Crimson Desert würden die 62 verbleibenden neuen Marken nur noch etwa 39 Prozent des Umsatzes dieser Gruppe ausmachen, rechnet Elliot vor.
Steam erhält bei jedem Verkauf über die Plattform eine Provision – auch bei Mikrotransaktionen und herunterladbaren Inhalten, die bei modernen Spielen einen erheblichen Teil der Einnahmen ausmachen. Die genaue Höhe des Anteils, den Valve einbehält, ist nicht öffentlich bekannt, liegt bei Verkäufen über die Plattform aber üblicherweise bei 30 Prozent, bei größeren Entwicklerstudios teils darunter.
Für die kommenden Monate erwartet die Branche weitere Impulse durch angekündigte Großproduktionen wie Phantom Blade Zero, Call of Duty: Modern Warfare 4 und Gears of War: E-Day. Diese Titel dürften die Einnahmen der Plattform weiter steigern, da sie zu den meist erwarteten Veröffentlichungen des Jahres zählen.
Die Zahlen unterstreichen die dominante Stellung von Steam im Markt für PC-Spiele. Die Plattform von Valve gilt seit Jahren als wichtigste Vertriebsplattform für Computerspiele weltweit und erzielt einen erheblichen Teil ihrer Einnahmen über Verkaufsprovisionen und Servicegebühren.