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Nanako Hirose zeigt in «Between Two Lovers» eine Dreierbeziehung als Familiendrama

Der japanische Film «Between Two Lovers» von Nanako Hirose erzählt von einer Kinderbuchautorin, die ihren Ehemann und ihre heimliche Freundin in eine Dreierbeziehung führt. Der Film behandelt Polyamorie und gleichgeschlechtliche Elternschaft im heutigen Japan.

Der japanische Film «Between Two Lovers» der Regisseurin Nanako Hirose nimmt sich eines Themas an, das in der heutigen Gesellschaft Japans für Diskussionen sorgt: eine Dreierbeziehung zwischen einer Kinderbuchautorin, ihrem Ehemann und ihrer heimlichen Freundin. Die Hauptrolle spielt Masami Nagasawa als freigeistige Autorin, die ihren liebevollen Ehemann und ihre geheime Geliebte dazu einlädt, eine gemeinsame Beziehung zu dritt zu führen.

Hirose, die als Schützling des vielfach ausgezeichneten Regisseurs Hirokazu Kore-eda gilt, legt mit «Between Two Lovers» ihren zweiten Spielfilm vor. Der Film verbindet laut der Kritik mehrere gesellschaftlich brisante Themen: Polyamorie und gleichgeschlechtliche Elternschaft im gegenwärtigen Japan. Damit greift die Regisseurin Fragen auf, die in der japanischen Öffentlichkeit zunehmend verhandelt werden, ohne dass sie dort bereits rechtlich oder gesellschaftlich umfassend geklärt wären.

Im Zentrum der Handlung steht die Kinderbuchautorin, die sich zwischen zwei Menschen sieht, die sie beide liebt. Statt sich für einen von beiden zu entscheiden, schlägt sie eine Dreierbeziehung vor. Der Ehemann, der als fürsorglich beschrieben wird, und die heimliche Freundin willigen in dieses ungewöhnliche Arrangement ein. Wie die Kritik andeutet, entwickelt sich daraus ein konfliktreiches Familiendrama, das die Beteiligten vor die Frage stellt, ob eine solche Beziehung auf Dauer tragfähig sein kann.

Der Film ist damit Teil einer Reihe japanischer Produktionen, die sich mit nicht-traditionellen Familienmodellen auseinandersetzen. Hirokazu Kore-eda, der als Mentor von Nanako Hirose genannt wird, hat sich mit Filmen über alternative Familienkonstellationen international einen Namen gemacht. Dass seine ehemalige Mitarbeiterin nun ein ähnliches Terrain betritt, wird in der Rezeption als bewusste künstlerische Linie wahrgenommen.

«Between Two Lovers» wirft die Frage auf, wie viel Freiheit eine Gesellschaft ihren Mitgliedern bei der Gestaltung von Beziehungen zugesteht. In Japan ist die Ehe nach wie vor stark traditionell geprägt, und gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind rechtlich nicht vollständig anerkannt. Ein Film, der eine Dreierbeziehung und gleichgeschlechtliche Elternschaft in den Mittelpunkt stellt, berührt damit aktuelle Debatten über Familienrecht, gesellschaftliche Normen und individuelle Selbstbestimmung.

Die Besetzung mit Masami Nagasawa, einer der bekanntesten Schauspielerinnen Japans, dürfte dem Film zusätzliche Aufmerksamkeit sichern. Nagasawa ist für ein breites Publikum in unterschiedlichen Genres präsent und verleiht der Rolle der freigeistigen Autorin eine besondere Strahlkraft. Die Kritik beschreibt die Figur als unkonventionell und selbstbestimmt, was den Film von klassischen Familienporträts abhebt.

Ob «Between Two Lovers» die Erwartungen an ein kontroverses Familiendrama erfüllt, wird sich im weiteren Verlauf der Festival- und Kinokarriere zeigen. Die Rezension deutet an, dass der Film seine Themen mit Ernsthaftigkeit verhandelt und dabei die Perspektiven aller Beteiligten auslotet. Für ein Publikum, das sich für japanisches Kino und gesellschaftliche Fragen interessiert, dürfte der Film damit zu den beachtenswerten Produktionen der kommenden Monate zählen.

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