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PlayStation-Umfrage: Spieler wehren sich gegen das Ende der Disc

Sony hat eine offene PlayStation-Umfrage veröffentlicht, in der Fans ihrem Unmut über die geplante Einstellung physischer Spiel-Discs Luft machen. Die Ankündigung, ab Januar 2028 keine Discs mehr zu produzieren, sorgt seit Juli für heftige Kritik in der Gaming-Community.

PlayStation hat eine öffentlich zugängliche Umfrage veröffentlicht, die Erwachsene ausfüllen können – und zahlreiche Spielerinnen und Spieler nutzen die Gelegenheit, um gegen die Pläne von Sony zu protestieren, die Produktion physischer Spiel-Discs einzustellen. Die Umfrage erschien am 25. September, nur wenige Tage nach Berichten über eine separate Umfrage, die das Unternehmen an Spieleentwickler verschickt haben soll.

Die offene Umfrage enthält Fragen zur Zufriedenheit mit der PlayStation 5, darunter Aspekte wie exklusive Spiele, die Benutzeroberfläche, die Spielleistung, die Online-Funktionen, den DualSense-Controller sowie die gesamte Spielebibliothek der Konsole. Die Teilnehmenden werden zudem gebeten, alle Konsolen aufzulisten, die sie derzeit besitzen – auch solche außerhalb des Sony-Ökosystems, etwa die Nintendo Switch, Gaming-PCs oder VR-Headsets. An mehreren Stellen der Umfrage können die Nutzer ihre Antworten ausführlich begründen und direktes Feedback an PlayStation senden. Zwar adressiert keine der Fragen direkt physische Datenträger, doch der offene Charakter der Umfrage lässt Raum für eigene Anmerkungen – und genau diesen nutzen viele Fans, um ihren Unmut über das geplante Aus für Discs kundzutun.

Viele Spieler hoffen, dass die Umfrage ein Zeichen dafür ist, dass Sony und PlayStation angesichts der heftigen Reaktionen zumindest ins Grübeln geraten sind. Die Pläne, ab Januar 2028 keine physischen Spiel-Discs mehr zu produzieren, waren im Juli bekannt geworden und seitdem auf breite Ablehnung in der Gaming-Community gestoßen. In den sozialen Netzwerken machten zahlreiche Nutzer ihrem Frust Luft. «Ich glaube nicht, dass sie auf die Antworten vorbereitet sind, aber diese Umfrage ist ein Zeichen dafür, dass ihnen zumindest bewusst ist, dass ihr öffentliches Image in letzter Zeit ziemlich gelitten hat», schrieb ein Nutzer auf Twitter/X. Ein anderer kommentierte: «Ausgefüllt. Habe ihnen respektvoll mitgeteilt, dass sie das ganze Jahr über die Schlechtesten waren, lol.» Ein weiterer Spieler teilte einen Screenshot seiner schriftlichen Antwort in der Umfrage, in der er sarkastisch formulierte: «Um auf diese Informationen zuzugreifen, legen Sie bitte die ‹Meine Meinung›-Disc in das Disc-Laufwerk ein und laden Sie die benötigten Informationen aus dem Internet herunter.»

Die aktuelle Umfrage folgt unmittelbar auf eine weitere Erhebung, die PlayStation laut Berichten nur wenige Tage zuvor an Spieleentwickler verschickt hatte. Im Broken Silicon Podcast bezeichnete Gastgeber Tom diese als «eine der größten», die Entwickler jemals von PlayStation erhalten hätten, und stellte ebenfalls die Frage, ob sie nicht auf eine gewisse Unsicherheit seitens Sony hinsichtlich der Entscheidung hindeute, keine Spiel-Discs mehr herzustellen. Allerdings haben Führungskräfte des Unternehmens ihre Haltung zu dem Thema bislang beibehalten. Finanzvorstand Lin Tao erklärte in einem Investoren-Q&A im Juli, man werde diesen Schritt «vorsichtig vorantreiben», obwohl man sich der «starken Ansichten» der Öffentlichkeit zu diesem Thema durchaus bewusst sei.

Die Diskussion um physische Datenträger berührt einen Nerv in der Gaming-Community, der weit über den bloßen Besitz von Spielen hinausgeht. Viele Spielerinnen und Spieler fürchten, dass mit dem Ende der Discs auch die Möglichkeit verloren geht, Spiele weiterzuverkaufen, zu verleihen oder unabhängig von einer Internetverbindung zu nutzen. Die aktuelle Umfrage gibt diesen Stimmen nun eine direkte Plattform – und setzt Sony zugleich unter Druck, die eigene Strategie noch einmal zu überdenken. Ob die Rückmeldungen der Fans tatsächlich etwas an den Plänen ändern, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Die Community ist nicht bereit, das Ende der physischen Spiele stillschweigend hinzunehmen.

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