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Russell Crowe feiert Venedig-Premiere seiner Musikdoku «What Love Builds»

Russell Crowe hat mit seiner selbst inszenierten Musikdokumentation «What Love Builds» bei den Filmfestspielen von Venedig für Begeisterung gesorgt. Der Film über seine wenig bekannte Musikkarriere lief außer Konkurrenz vor rund 1.400 Zuschauern und zeigt den Schauspieler als leidenschaftlichen Rockmusiker.

Russell Crowe hat am Freitagabend bei den Filmfestspielen von Venedig die Premiere seiner Musikdokumentation «What Love Builds» gefeiert. Der Film lief außer Konkurrenz vor rund 1.400 Zuschauern und erhielt nach Angaben aus dem Saal eine enthusiastische Reaktion. Crowe, der das Werk selbst inszeniert hat, verbindet darin biografische Erzählung mit Konzertaufnahmen und rückt eine Seite seiner Karriere in den Mittelpunkt, die neben seiner Arbeit als Schauspieler oft übersehen wird.

Die Dokumentation will zeigen, dass Musik schon lange vor Crowes Entscheidung, nach Sydney zu ziehen, ein fester Bestandteil seines Lebens war. Der Film zeichnet seine musikalische Laufbahn nach und macht deutlich, dass der Wunsch, Rockstar zu sein, für Crowe keineswegs eine späte Laune ist. Schon während seiner gefeierten Schauspielkarriere habe er diesen Traum verfolgt, heißt es in Berichten über die Premiere. «What Love Builds» gibt diesem lange gehegten Anspruch nun eine Bühne und verbindet persönliche Rückblicke mit live gespielter Musik.

Beim Auftritt in Venedig zeigte sich Crowe sichtbar bewegt. Wie übereinstimmend berichtet wird, wischte er sich während der Vorführung Tränen aus dem Gesicht, während Fans im Saal «We love you!» riefen. Die Reaktionen des Publikums fielen demnach überaus warmherzig aus. Der Film, der nach Angaben aus dem Umfeld der Produktion eine Laufzeit von 99 Minuten hat, scheint genau jenen Ton zu treffen, den Crowe mit dem Projekt gesucht hat: persönlich, musikalisch und nahbar.

Die Einordnung des Films ist bemerkenswert, weil sie sich bewusst gegen die Erwartungen an einen Hollywoodstar stellt. Crowe ist einem breiten Publikum vor allem durch Kinorollen bekannt, doch «What Love Builds» setzt den Schwerpunkt auf seine musikalische Arbeit. Damit reiht sich die Produktion in eine Reihe von Musikdokumentationen ein, die auf großen Festivals laufen und dort ein Publikum erreichen, das über klassische Kinoverwertung hinausgeht. Venedig bietet für diese Mischung aus Film, Musik und persönlicher Geschichte einen passenden Rahmen.

Die Premiere außer Konkurrenz bedeutet, dass der Film nicht im Wettbewerb um die Hauptpreise des Festivals steht. Dennoch gehört die Vorführung zu den viel beachteten Terminen des Programms, weil sie einen prominenten Namen mit einem ungewöhnlichen Projekt verbindet. Für Crowe ist es eine Gelegenheit, sein musikalisches Schaffen einem internationalen Publikum vorzustellen, das ihn bislang vor allem als Darsteller kennt. Der Abend in Venedig dürfte diesen Perspektivwechsel befördert haben.

Ob «What Love Builds» nach der Festivalpremiere auch außerhalb Venedigs ein größeres Publikum erreicht, ist noch offen. Klar ist jedoch, dass die Dokumentation Crowe nicht als Schauspieler zeigt, der nebenbei Musik macht, sondern als Musiker, der seine Geschichte erzählt. Die Aufnahme in Venedig legt nahe, dass dieses Vorhaben aufgeht: Das Publikum reagierte nicht nur höflich, sondern mit sichtbarer Anteilnahme. Für einen Film, der eine weniger bekannte Seite einer berühmten Person beleuchtet, ist das ein starkes Signal.

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