Wireva

NATS-Störung legt britischen Flugverkehr lahm und trifft Verbindungen nach Deutschland

Ein technischer Fehler bei der britischen Flugsicherung NATS hat mehr als 1.000 Flugausfälle ausgelöst. Auch Verbindungen von und nach Deutschland und der Schweiz waren betroffen; Nachwirkungen sind trotz behobener Störung weiter möglich.

Guasto NATS, oltre mille voli cancellati nel Regno Unito: disagi anche sulle rotte europee

Harrison Lugard · Unsplash License · rights

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Ein technischer Fehler bei der britischen Flugsicherung NATS hat am Dienstag den Flugverkehr in Großbritannien massiv beeinträchtigt und auch Verbindungen aus dem deutschsprachigen Raum getroffen. Bis zum späten Abend waren nach Angaben von Euronews unter Berufung auf Flightradar24 mehr als 1.000 Flüge gestrichen worden.

Zu den besonders betroffenen Flughäfen gehörten London-Heathrow und Gatwick sowie Manchester, Birmingham, Stansted und London City. Bereits früher am Tag hatte die Nachrichtenagentur AP mindestens 625 Annullierungen gezählt. Die Zahl stieg weiter, während Fluggesellschaften ihre Umläufe an die eingeschränkte Abfertigung anpassen mussten.

NATS teilte mit, dass die Störung das System zur Verarbeitung von Flugdaten betroffen habe. Später erklärte das Unternehmen, der Fehler sei behoben und der Betrieb laufe wieder normal. Damit ist die Krise technisch beendet, operativ aber noch nicht vollständig abgearbeitet.

Für Reisende aus Deutschland und der Schweiz ist genau dieser Unterschied entscheidend. Wenn ein Flug nach London ausfällt, bleibt ein Flugzeug möglicherweise am falschen Flughafen. Eine verspätete Maschine kann außerdem dazu führen, dass eine Besatzung ihre zulässige Dienstzeit erreicht. Dadurch können auch spätere Verbindungen betroffen sein, die mit dem ursprünglichen technischen Problem nichts mehr direkt zu tun haben.

Deutsche Flughäfen meldeten Ausfälle und Verzögerungen auf London-Strecken. Auch Verbindungen über die Schweiz waren von den Folgen betroffen. Besonders anfällig sind eng getaktete Tagesrandverbindungen, weil dort weniger Ersatzmöglichkeiten zur Verfügung stehen und eine Annullierung schnell eine Übernachtung notwendig machen kann.

Für Passagiere empfiehlt sich deshalb, vor der Fahrt zum Flughafen den aktuellen Status direkt bei der Fluggesellschaft zu prüfen. Entscheidend ist nicht nur die Abflugtafel des Airports, sondern auch, ob das vorgesehene Flugzeug und die Crew tatsächlich am richtigen Ort bereitstehen.

Die Störung zeigt zugleich, wie eng Europas Luftverkehr inzwischen verbunden ist. London ist nicht nur ein Ziel für Geschäfts- und Urlaubsreisen, sondern ein großer Umsteigepunkt. Probleme im britischen Luftraum wirken deshalb auf Flugpläne in Frankfurt, Düsseldorf, München, Zürich und anderen europäischen Städten zurück.

Für die britischen Behörden und NATS beginnt nun die technische Aufarbeitung. Bislang ist öffentlich vor allem bekannt, dass das Flugverarbeitungssystem betroffen war und der Fehler behoben wurde. Noch offen ist, wodurch die Störung ausgelöst wurde und welche Sicherungssysteme den Ausfall hätten begrenzen sollen.

Auch für europäische Airlines wird diese Analyse wichtig sein. Sie benötigen verlässliche Planungsgrundlagen, weil Störungen in London nicht an der britischen Grenze enden. Ein einzelner ausgefallener Umlauf kann über den Tag hinweg mehrere Flughäfen betreffen und zusätzliche Kosten für Umbuchungen, Hotels und Ersatzpersonal verursachen.

Am Mittwoch dürfte sich zeigen, wie schnell sich der Flugplan stabilisiert. Wer eine Reise nach Großbritannien oder einen Anschluss über London gebucht hat, sollte daher trotz der Entwarnung von NATS mit kurzfristigen Änderungen rechnen.

Same event, other desks

Story file →