Wireva

Turok: Origins setzt auf Koop, um junge Spieler zu gewinnen

Saber Interactive will mit Turok: Origins eine neue Generation von Spielern erreichen. Der Fokus liegt auf Koop-Modus und sozialem Spielerlebnis, wie Entwicklungschef Tim Willits auf der gamescom 2026 erklärte. Der Shooter erscheint im Frühjahr 2027 für PC und Konsolen.

Saber Interactive setzt bei Turok: Origins auf Koop, um eine neue Generation von Spielern für die seit 30 Jahren bestehende Marke zu begeistern. Das erklärte Entwicklungschef Tim Willits auf der gamescom 2026. Der Shooter soll im Frühjahr 2027 für PC, PlayStation 5, Xbox Series X und S sowie Nintendo Switch 2 erscheinen.

«Es war ein Balanceakt, genug Elemente einzubauen, damit Leute wie du zufrieden sind», sagte Willits mit Blick auf erfahrene Turok-Fans. Dazu zählten Waffen wie die Cerebral-Bore-Kanone und Anspielungen auf den ursprünglichen N64-Titel. Spieler können zwischen First-Person- und Third-Person-Perspektive wählen. «Aber wir wollen auch Fans erreichen, die noch nie ein Turok-Spiel gespielt haben», betonte Willits. Seine eigenen Kinder, 22 Jahre alt, hätten noch nie von Turok gehört. Deshalb soll das Spiel großartig aussehen, sich gut spielen lassen und sowohl allein als auch mit einem oder zwei Freunden spielbar sein.

Die Strategie spiegelt einen breiteren Trend in der Spielebranche wider. Während Singleplayer-Spiele weiterhin sehr beliebt sind, haben sogenannte Hangout-Spiele Milliardenumsätze erzielt. Battle-Royale-Titel wie PUBG und Fortnite wurden auf Gruppen von Freunden aufgebaut, die beim Spielen chatten. Die COVID-Lockdowns beschleunigten die Nachfrage nach Videospielen als soziale Räume, wovon Call of Duty: Warzone früh profitierte. Extraktions-Shooter wie Escape from Tarkov und zuletzt Arc Raiders lebten ebenfalls von gemeinsam spielenden Freunden. Ein Großteil der Anziehungskraft von Helldivers 2 kam von den Streichen, die man mit Freunden anstellen konnte. Auch sogenannte Friendslop-Spiele sind auf Steam massiv erfolgreich, und Roblox-Klone erfreuen sich großer Beliebtheit.

Ein aktuelles Beispiel ist das Steam-Spiel Wardogs von Bulkhead, ein Shooter, der um das Spielen mit Freunden kreist. «Ich glaube wirklich, es geht nicht um den Modus, sondern darum, Spieler frei agieren zu lassen», schrieb Bulkhead-Chef Joe Brammer kürzlich. «Je mehr man Spieler einschränkt, desto weniger Spaß macht es. Ego-Shooter sind soziale Erfahrungen.» Turok: Origins lässt Teams von drei Spielern zusammenkommen, um Dinosaurier zu erschießen. Man könne es sich wie Space Marine 2 vorstellen, nur dass man statt Tyraniden Dinosaurier mit Lasern bekämpft.

«Es sieht großartig aus», fuhr Willits fort. «Die großen Bosskämpfe – ich bin nicht sicher, ob das ein Begriff ist – kennst du Boss-Run-Spiele? Es hat diese Art von Gefühl.» Und das Spielen mit Freunden sei heute für junge Spieler sehr wichtig. «Du und ich, wir spielen allein. Wir sind alt», sagte Willits. «Aber für ein riesiges Publikum ist es wichtig, zumindest die Option zu haben, mit jemand anderem zu spielen.» Junge Menschen nutzten Videospiele stärker als soziale Verbindung, weil sie in anderen Zeiten aufgewachsen seien. Das Spiel sehe toll aus, mache Spaß, die Echoes – die man sammelt, um Turok-Kräfte freizuschalten – seien fantastisch, und die Boss-Runs seien großartig. «Ich habe das Gefühl, es hat diese Elemente, die neue Leute anziehen werden», so Willits.

Mit dieser Ausrichtung hofft Saber, sowohl langjährige Fans als auch Neulinge anzusprechen. Der Koop-Modus könnte dabei der Schlüssel sein, um eine Marke, die vielen jungen Spielern unbekannt ist, wieder relevant zu machen. Turok: Origins erscheint im Frühjahr 2027.

Same event, other desks

Story file →