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Sonnenfinsternis am 12. August: Uhrzeiten, Sicht und Wetter in Deutschland

Deutschland erlebt eine tiefe partielle Sonnenfinsternis kurz vor Sonnenuntergang. Berlin erreicht sein Maximum gegen 20.08 Uhr, im Südwesten wird die Bedeckung noch stärker.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OU erstellt.

Am Mittwochabend, 12. August, schiebt sich der Mond über einen großen Teil der Sonne. Deutschland liegt nicht in der Totalitätszone, bekommt aber eine ungewöhnlich tiefe partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Entscheidend sind drei Dinge: der genaue Ort, ein freier Westhorizont und das Wetter in den letzten Stunden vor dem Maximum.

Für Berlin nennt NASA einen Beginn gegen 19.15 Uhr. Das Maximum wird um etwa 20.08 Uhr erreicht, wenn rund 85 Prozent der Sonnenfläche bedeckt sind. Gegen 20.38 Uhr ist der lokale Ablauf beendet. Weiter im Südwesten fällt die Finsternis stärker aus, weil diese Regionen näher an der Totalitätszone über Spanien liegen.

In Baden-Württemberg beginnt die partielle Phase je nach Ort ungefähr ab 19.20 Uhr. Für Waldshut-Tiengen wird ein Maximum gegen 20.17 Uhr angegeben. Danach verschwindet die Sonne bald am westlichen Horizont.

Der Horizont ist der wichtigste Standortfaktor

Weil das Ereignis am Abend stattfindet, reicht ein freier Blick nach oben nicht. Die Sonne steht niedrig im Westen. Häuser, Waldränder, Hügel und selbst einzelne Baumreihen können den interessantesten Teil verdecken.

Ein guter Beobachtungsplatz liegt deshalb nicht automatisch auf dem höchsten Berg. Ein offenes Feld, ein Hang mit freier Westsicht oder ein Platz am Rand einer Stadt kann besser funktionieren, wenn die Sichtlinie bis zum Horizont frei bleibt. Wer einen Standort auswählt, sollte nicht erst kurz vor 20 Uhr prüfen, ob die Sonne hinter einem Gebäude verschwindet.

DWD sieht gute Chancen

Die aktuelle Wetterlage spricht nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes für gute Beobachtungsbedingungen in großen Teilen Deutschlands. In Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen können höhere Wolkenfelder auftreten, die die Sicht aber voraussichtlich nicht überall entscheidend stören. Für Baden-Württemberg werden ebenfalls günstige Bedingungen erwartet; dort können am Abend einzelne Wolken bleiben, Regen spielt im Südwesten nach der aktuellen Prognose keine große Rolle.

Bei einer Sonnenfinsternis ist eine kleine Wolke trotzdem wichtiger als ein großräumig sonniges Symbol in der Wetter-App. Sinnvoll ist daher, am Mittwoch den kurzfristigen Wolkenfilm zu prüfen und die Sicht speziell in Richtung Westen zu beurteilen.

85 Prozent sind nicht dasselbe wie die Magnitude

Bei Finsternissen tauchen in Tabellen zwei verschiedene Größen auf. Die Bedeckung beschreibt, welcher Anteil der Sonnenfläche verdeckt ist. Die Finsternismagnitude beschreibt dagegen, welcher Anteil des Sonnendurchmessers vom Mond bedeckt wird.

Für Waldshut-Tiengen wird zum Maximum eine Magnitude von etwa 0,918 angegeben. Das bedeutet nicht, dass exakt 91,8 Prozent der Sonnenfläche verschwinden. Wer verschiedene Karten und Apps vergleicht, sollte deshalb darauf achten, welche Kennzahl tatsächlich angezeigt wird.

Schutzbrille bleibt bis zum Schluss Pflicht

In ganz Deutschland ist das Ereignis partiell. Eine Phase, in der man die Schutzbrille abnehmen dürfte, gibt es hier nicht. Geeignete Finsternisbrillen müssen der Norm ISO 12312-2 entsprechen. Normale Sonnenbrillen sind kein Ersatz.

Auch Kameras, Ferngläser und Teleskope brauchen einen passenden Sonnenfilter vor dem Objektiv. Der Blick durch ein ungefiltertes optisches Instrument ist besonders gefährlich, weil das Licht gebündelt wird.

Wer nach der Finsternis noch draußen bleibt, bekommt in derselben Nacht ein zweites Himmelsereignis: Die Perseiden erreichen in der Nacht vom 12. auf den 13. August ihren Höhepunkt. Durch den Neumond sind die Bedingungen astronomisch günstig; unter ideal dunklem Himmel nennt NASA etwa 50 bis 100 Meteore pro Stunde.

Der Abend lässt sich damit gut in zwei Teile planen. Für die Sonnenfinsternis zählt vor allem die freie Sicht nach Westen. Für die Perseiden später in der Nacht ist dagegen ein möglichst dunkler Ort fern von störender Beleuchtung wichtiger.

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