Wireva

Komponist veröffentlicht Mass-Effect-5-Musik nach Einstellung des Spiels

Nach der Schließung von BioWare durch EA und der Absage von Mass Effect 5 hat der Komponist Sam Hulick einen neu vertonten Trailer des geleakten Projekts vorgestellt.

Nach der Schließung des Entwicklerstudios BioWare durch Electronic Arts und der Absage von Mass Effect 5 hat der Komponist Sam Hulick einen Einblick in die Musik gegeben, die er für das geplante Spiel hätte schreiben können. Hulick gehört zu den Komponisten der ursprünglichen Mass-Effect-Trilogie. Er hat einen geleakten internen Trailer des Projekts, das intern unter dem Arbeitstitel Universe lief, neu vertont und einen Audio-Ausschnitt geteilt.

Der Trailer war nach den Berichten über das Ende des Projekts aufgetaucht. Hulick bezeichnete das Stück als seine Art, sich zu verabschieden. Er ließ damit erkennen, dass die Arbeit an der Musik für ihn persönlich mit dem Abschied von der Reihe verbunden ist. Die Veröffentlichung des Ausschnitts wurde zeitlich auf den N7-Day gelegt, einen Feiertag der Mass-Effect-Community, der an die Militäreinheit N7 aus der Reihe erinnert und traditionell von Fans begangen wird. Der Termin verleiht dem Stück eine zusätzliche Bedeutung für die Fans, die der Serie seit Jahren verbunden sind.

Für die Entwickler, die an Mass Effect 5 gearbeitet haben, dürfte die Entscheidung von EA weitreichende Folgen haben. Im Zuge der Schließung von BioWare ist davon auszugehen, dass zahlreiche Beschäftigte von Kündigungen betroffen sind. Konkrete Zahlen zu Entlassungen liegen den vorliegenden Informationen nicht vor. Auch wie viele Mitarbeiter an dem Projekt beteiligt waren und wie es mit ihnen weitergeht, ist nicht im Detail bekannt.

Parallel wird unter Fans diskutiert, ob sich die Reihe außerhalb von EA retten lässt. Der frühere BioWare-Mitbegründer Trent Oster hat gegenüber Eurogamer erklärt, dass eine solche Rettung mehr als 200 Millionen US-Dollar kosten könnte. Diese Schätzung stammt von einem ehemaligen Mitbegründer des Studios und ist als Einschätzung zu verstehen, nicht als belegte Kalkulation. Sie setzt voraus, dass ein Käufer das geistige Eigentum von EA erwerben müsste, also die Rechte an Figuren, Welt und Marke. Oster rief Fans dazu auf, schon jetzt mit dem Sparen zu beginnen, da ein solcher Erwerb nur mit erheblichem finanziellem Aufwand denkbar wäre.

Die Diskussion um die Zukunft der Serie fällt in eine Zeit, in der auch Spielemedien ihre Jahresrückblicke vorbereiten. Ein Überblick von GameSpot über die besten Spiele des Jahres 2026 vor den Game Awards, die etwa einen Monat entfernt waren, nennt unter anderem Marathon, Slay the Spire 2, Nioh 3 und Saros. Weitere Empfehlungen sind Pokopia, Fields of Mistria, Vampire Crawlers und Mina the Hollower. Dieser Überblick besteht aus knappen Empfehlungen der Redaktion, jeweils in einem einzelnen Satz, und hat mit dem Schicksal von Mass Effect keinen direkten Bezug. Er zeigt lediglich, in welchem Umfeld die Debatte über die Serie derzeit stattfindet, in dem viele Spiele um Aufmerksamkeit konkurrieren.

Same event, other desks

Story file →