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Netflix' «Below»: Josh Hartnett kämpft gegen ein Monster aus der Tiefe

Die neue Netflix-Serie «Below» verbindet Küstendrama mit Horror und Klima-Allegorie. Josh Hartnett spielt einen Witwer, der in einem abgelegenen Fischerdorf mit einer mysteriösen Bedrohung aus dem Meer konfrontiert wird. Die sechsteilige Serie überzeugt in der ersten Hälfte, verliert aber zum Finale hin an Fahrt.

Netflix hat mit «Below» eine neue sechsteilige Dramaserie ins Programm genommen, die in einem abgelegenen Küstenort spielt und eine mysteriöse Bedrohung aus dem Meer in den Mittelpunkt stellt. Im Zentrum steht Josh Hartnett als Calvin Penney, ein Mann, dessen Leben von einem traumatischen Ereignis in seiner Kindheit geprägt ist. Die Serie verbindet Elemente von Horror, Familientragödie und ökologischer Parabel – bleibt dabei aber hinter ihren Möglichkeiten zurück.

Die Handlung beginnt mit einer Rückblende ins Jahr 1986: Der junge Calvin, seine Schwester Ruth, die Mutter und ein Umsiedlungsbeauftragter ziehen das elterliche Haus hinter einem kleinen Boot her, als plötzlich etwas Furchtbares geschieht. Das Haus wird ins Wasser gezogen, Calvins Vater Leo geht mit ihm unter. Calvin durchtrennt die Leine, um den Rest der Familie zu retten – und sieht dabei etwas im Wasser, das wie ein gigantisches Auge eines riesigen Wesens aussieht. Vierzig Jahre später lebt Calvin noch immer in Snook's Arm, ist verwitwet und verdient seinen Lebensunterhalt damit, abgebrochene Eisberge an den Docks abzuliefern, aus denen Wodka hergestellt wird. Die Familie Crocker besitzt die Brennerei, Calvins Boot und scheinbar fast alles im Ort, einschließlich des nahegelegenen Ozeanwissenschaftszentrums, in dem die Forscherin Dr. Fonda Howander (Mackenzie Davis) marine Proben und seltsame Vorkommnisse untersucht.

Die Serie spielt während eines «Come Home Year», zu dem die verstreut lebenden Bewohner und Familienmitglieder für lokale Traditionen zurückkehren. Calvins Sohn Wade (Charlie Heaton) lebt noch bei ihm, während die beiden anderen Kinder Mary (Ruby Stokes) und Jay (Rohan Campbell) mit ihren eigenen Problemen aus der Großstadt anreisen. Mary möchte ihren Freund ihrem Vater vorstellen, Jay erhält bedrohliche Nachrichten. Die Szenen zwischen Hartnett und Heaton gehören zu den stärksten Momenten der Serie.

«Below» verfolgt den Ansatz, die Ursache der unheimlichen Vorfälle zunächst offen zu lassen – ob real oder mystisch –, bevor sich herausstellt, dass alles wissenschaftlich erklärbar ist, durch Meereszoobiologie oder die Gier des Kapitalismus. Die Serie thematisiert Klimawandel und die Frage, was verloren geht und was noch bewahrt werden kann. Allerdings bleibt die Auseinandersetzung mit diesen Themen oberflächlich und beschränkt sich oft darauf, auf die Landschaft zu deuten.

Der vielversprechende Auftakt mit einem riesigen Eisberg im Hafen von Snook's Arm, seltsamen Todesfällen in Wassernähe und einem schockierenden Bild am Ende der ersten Folge kann nicht über die Schwächen der späteren Episoden hinwegtäuschen. Ab Episode 4 nimmt die Handlung eine wilde Wendung, die in ihrer Umsetzung an frühere reale Ereignisse erinnert und Fragen aufwirft. Die abschließenden drei Folgen wirken überstürzt und lassen viele Handlungsstränge unbefriedigend aufgelöst zurück. Die Serie hinterlässt den Eindruck, dass der Erzählung die nötige Tiefe fehlt, um ihre ambitionierten Themen angemessen zu tragen.

Für Zuschauer, die atmosphärische Küstendramen mit übernatürlichen Elementen mögen, bietet «Below» dennoch einen soliden Anfang. Josh Hartnett, der zuletzt mit «Oppenheimer» und einer vielbeachteten «Black Mirror»-Folge auf sich aufmerksam machte, trägt die Serie mit einem dichten neufundländischen Akzent. Doch die Mischung aus Monsterhorror und Gesellschaftskritik verliert zum Finale hin an Spannung und lässt die Zuschauer mit offenen Fragen zurück.

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