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Final Fantasy 7 Revelation: Cid und Vincent begeistern im Kampfsystem

Eine Hands-on-Preview zu Final Fantasy 7 Revelation zeigt: Das Kampfsystem mit Cid und Vincent überzeugt, doch die offene Welt könnte unter zu vielen Nebenaufgaben leiden. Wutai wurde stark ausgebaut.

Die Final-Fantasy-7-Remake-Trilogie steuert auf ihr Finale zu, und eine aktuelle Hands-on-Preview zu Final Fantasy 7 Revelation zeigt, dass das Kampfsystem weiterhin zu den besten im Action-RPG-Genre zählt. Besonders die spielbaren Neuzugänge Cid und Vincent hinterlassen im Test einen starken Eindruck. Beide Charaktere fügen sich nahtlos in das kampflastige Geschehen ein und bringen eigene, klar unterscheidbare Spielstile mit.

Cid überzeugt als Dragoon vor allem durch seine Fähigkeit, Distanzen schnell zu überbrücken und Gegner in die Luft zu befördern. Seine Hellebarden bieten ordentliche Reichweite, doch erst das richtige Timing seiner Angriffe entfaltet das volle Potenzial: Wer die rhythmischen Eingaben beherrscht, kann Feinde hochschleudern, schnelle Kombos aneinanderreihen oder Ziele gezielt ausschalten. Besonders sein Triangle-Angriff Mark Lance, mit dem sich bis zu fünf Ladungen auf mehrere Gegner verteilen lassen, macht den Dragoon-Sprung zu einem Erlebnis. Der Sprung aus dem Bildschirm heraus und der anschließende wuchtige Einschlag gehören zu den spaßigsten Momenten der Demo.

Vincent wiederum setzt auf Stil und Vielseitigkeit. Mit seiner Quicksilver-Pistole teilt er schnelle Schüsse aus, die sich je nach Timing des Triangle-Inputs in unterschiedliche Manöver verwandeln lassen. Viele seiner Fähigkeiten sind aufwendige Kugelhagel, die Gegner ins Wanken bringen, Flächenschaden verursachen oder einzelne Ziele unter Druck setzen. Ein besonderes Highlight ist seine Verwandlung in die Galian Beast, die hier nicht wie im Original dem Limit Break vorbehalten ist, sondern als reguläre Fähigkeit eingesetzt werden kann. Dadurch wird Vincent sowohl aus der Distanz als auch im Nahkampf extrem flexibel.

Neben den neuen Kämpfern fällt auch das überarbeitete Wutai auf. Der Ort, der im Original nur eine kleine Rolle spielte, wurde für Revelation deutlich ausgebaut und mit mehr erzählerischer Bedeutung versehen. Die Preview beginnt in Kapitel 4, in dem Yuffie und ihre Gruppe nach Wutai aufbrechen, während Cloud und Tifa zu diesem Zeitpunkt nicht Teil der Truppe sind. Wie schon bei anderen Schauplätzen der Remake-Reihe erhalten Fans damit eine vertraute, aber erweiterte Version eines klassischen Ortes.

Ein weiterer neuer Baustein ist das FITS-System, das vier Jobs bereithält: Warrior, Knight, Black Mage und Summoner. Erste Eindrücke deuten darauf hin, dass FITS die grundlegende Spielweise der Charaktere nicht ersetzt, sondern ergänzt. Der Summoner beschwört Egi-Versionen von Ifrit, Titan und anderen Kreaturen, die ähnlich wie Begleiter kämpfen. Der Knight bietet defensive Unterstützung, während der Black Mage Magiewirkern eine zusätzliche Ebene verleiht, indem er Elemente aus Zaubersprüchen sammelt und aggressiveres Wirken ermöglicht. Das System wirkt wie eine komplementäre Erweiterung und nicht wie eine unnötige Komplexitätssteigerung.

Kritik gibt es allerdings an der offenen Welt. Zwar ist es beeindruckend, mit dem Luftschiff Highwind über die Karte zu fliegen und aus der Luft in beliebige Regionen abzuspringen, doch die Menge an Nebenaufgaben und Checklisten-Zielen wirkt überladen. Häufige Unterbrechungen des Spielflusses trüben den Eindruck. Ob dies nur der begrenzten Demo-Zeit geschuldet ist oder ein grundsätzliches Problem der Vollversion bleibt, lässt sich noch nicht abschließend beurteilen. Die Preview hinterlässt dennoch die Zuversicht, dass Revelation das kampfstarke Erbe von Final Fantasy 7 fortführt und die Trilogie zu einem würdigen Abschluss bringt.

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