Rockstar Games hat über das Magazin Game Informer zahlreiche neue Details zu Grand Theft Auto 6 veröffentlicht. Die wichtigste Enthüllung betrifft die Spielwelt: Die Karte von Leonida ist doppelt so groß wie die von GTA 5 und damit die größte, die Rockstar je erschaffen hat. Sie übertrifft laut den Angaben sogar die detailreiche Welt von Red Dead Redemption 2 deutlich.
Die Spielwelt gliedert sich in sechs unterschiedliche Regionen. Vice City, das Miami nachempfunden ist, dürfte der zentrale Schauplatz sein. Hinzu kommen Leonida Quays, Grassrivers als Version der Everglades, Port Gellhorn mit kleineren Touristenorten, Ambrosia als industrielles Herz von Leonida mit Fabriken und Brennereien sowie der Mount Kalaga National Park, der Offroad-Strecken und wohlhabendere Viertel bietet. Wie all diese Gebiete zu einem zusammenhängenden Leonida verschmelzen, ist bislang offen.
Die Handlung beginnt offenbar aus der Perspektive von Jason, während Lucia noch im Gefängnis sitzt. Nach ihrer Entlassung beschließen die beiden, gemeinsam einen Coup zu landen, um ein besseres und wohlhabenderes Leben zu führen. Der vermeintlich einfache Job geht schief, und eine weitreichende Mystery-Geschichte entfaltet sich über ganz Leonida. Jason startet in Leonida Quays und erledigt dort kleinere Aufträge. Lucia stammt aus Liberty City und ist nach Leonida gezogen; der Grund für ihre Haftstrafe hängt mit ihrer Familie zusammen.
Ein besonderes Augenmerk legt Rockstar auf das Wettersystem. Das Wetter ist dynamisch und lokal begrenzt: Wer mit einem Flugzeug unterwegs ist, kann in der Ferne Gewitter und gleichzeitig sonnige Abschnitte sehen. Unter den richtigen Bedingungen entstehen Regenbögen. Nach einem Regen bleiben Pfützen, nasse Bürgersteige und womöglich NPCs mit feuchten Haaren zurück. Der Wind wurde seit Red Dead Redemption 2 grundlegend überarbeitet: Kleidung, Haare und Gegenstände bewegen sich realistisch, und über Gewässern zeigen sich Windkräuselungen.
Ergänzend zum Wetter gibt es Hurrikane. Ob sie spielerische Auswirkungen haben, ist noch unklar. Denkbar wären starke Böen, die das Fahren beeinflussen, oder Überschwemmungen. Rockstar hat angedeutet, dass überlaufende Gullys die Umgebung beeinflussen können und ganze Routen durch Sturmschäden unpassierbar werden könnten.
Die Tierwelt umfasst über 170 Arten, darunter 60 Vogelarten, mehr als 30 Landsäugetiere sowie zahlreiche Fische und Reptilien. Namentlich genannt werden Manatis, Flamingos, Pelikane, Alligatoren, verwilderte Katzen, Königskröten, Gürteltiere, nicht heimische Affen, Haie, Wale, Rochen, Schildkröten und Quallen. Das Fell der Tiere reagiert auf Umwelteinflüsse und kann nass, schmutzig verfilzt oder plattgedrückt sein.
Als Fortbewegungsmittel dient unter anderem die Ridesharing-App RydeMe. Fahrten mit fremden NPCs ermöglichen Gespräche, Musik und das entspannte Erreichen von Zielen. Das aus GTA 4 bekannte Taxi-System wird damit deutlich ausgebaut.
Die Aktivitäten in GTA 6 umfassen Basejumping, Billard, Fitnessstudio, Kajakfahren, Rennen, Zoobesuche, Airboat-Fahrten, Jetski und Minigolf. Viele davon sind bereits in Trailern zu sehen.
Die NPCs sind vielfältiger als je zuvor, mit unterschiedlichen Körpertypen und Erscheinungsbildern. Ihre Darstellung ist jedoch nicht vollständig zufällig: Herkunft, Wohnort und Region bestimmen Kleidungsstil, Tattoos und Frisuren. Unterschiedliche Gegenden von Leonida haben jeweils eigene modische Handschriften.
Mit diesen Enthüllungen verdichtet sich das Bild eines Spiels, das in Umfang, Detailtiefe und Simulation deutlich über die bisherigen Rockstar-Titel hinausgeht. Die vollständige Ausgabe von Game Informer mit allen Details ist bereits erhältlich.