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Gears of War: E-Day nutzt SSD-Trick für mehr Leistung auf Xbox Series S

The Coalition hat einen Weg gefunden, die begrenzte Speicherbandbreite der Xbox Series S zu umgehen, indem Daten direkt von der SSD gestreamt werden. Dieser Ansatz könnte auch anderen Xbox-Spielen zugutekommen.

The Coalition, das Entwicklerstudio hinter dem kommenden Xbox-Titel Gears of War: E-Day, hat eine Methode entwickelt, um die Leistung auf der Xbox Series S zu verbessern. Das berichtet das britische Spielemagazin Eurogamer. Die Series S gilt wegen ihrer im Vergleich zur Series X deutlich geringeren Rechenleistung und vor allem wegen ihres kleineren Arbeitsspeichers als schwierig zu optimieren. Als First-Party-Titel steht Gears of War: E-Day unter besonderem Druck, auf beiden Konsolen gut auszusehen und flüssig zu laufen.

Die Lösung des Studios setzt offenbar bei der Speicherbandbreite an. Statt große Datenmengen in den knappen Arbeitsspeicher der Series S zu laden, werden Inhalte direkt von der SSD gestreamt. Dieser Ansatz umgeht das begrenzte Speicherpool der Konsole und könnte laut Eurogamer auch für andere Xbox-Spiele nutzbar sein. Damit deutet sich an, dass die technische Hürde der Series S nicht allein durch Rohleistung, sondern durch clevere Datenverwaltung gemildert werden kann.

Die Xbox Series S ist seit ihrem Marktstart im November 2020 die günstigere und schwächere der beiden aktuellen Xbox-Konsolen. Während die Series X über 16 GB Arbeitsspeicher verfügt, muss die Series S mit 10 GB auskommen. Hinzu kommt eine deutlich geringere GPU-Leistung. Entwickler berichten seit Jahren, dass die Anpassung von Spielen an die Series S zusätzlichen Aufwand bedeutet. Microsoft verlangt von Studios, dass Spiele auf beiden Konsolen erscheinen, was die Series S zu einem festen Bezugspunkt der Xbox-Ökosphäre macht.

Für Gears of War: E-Day ist die technische Optimierung besonders relevant, weil die Reihe seit jeher als grafisches Aushängeschild der Xbox gilt. Das Spiel spielt zeitlich vor den bisherigen Teilen und zeigt den Beginn des Krieges gegen die Locust. The Coalition arbeitet mit der hauseigenen Unreal Engine 5, die ohnehin stark auf schnelle SSD-Zugriffe setzt. Der nun beschriebene Ansatz könnte die Vorteile dieser Architektur auf der Series S besser nutzbar machen.

Sollte sich die Methode bewähren, hätte sie Signalwirkung für die gesamte Xbox-Plattform. Andere First-Party-Studios und externe Entwickler könnten ähnliche Techniken einsetzen, um die Series S länger tragfähig zu halten. Das wäre auch im Interesse von Microsoft, denn die Series S ist die meistverkaufte Xbox der aktuellen Generation und damit eine wichtige Basis für den Game Pass. Eine bessere Performance auf dieser Konsole käme daher nicht nur einem einzelnen Titel zugute.

Ob und wann Gears of War: E-Day erscheint, ist bislang nicht offiziell bestätigt. The Coalition hat das Spiel angekündigt, aber noch keinen konkreten Termin genannt. Klar ist, dass der Titel zu den wichtigsten kommenden Xbox-Projekten zählt. Die jetzt bekannt gewordene Optimierungstechnik dürfte daher nicht nur für Technikfans interessant sein, sondern auch für alle, die auf der günstigeren Xbox-Konsole spielen wollen.

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