Metallica haben professionell gefilmte Videos von ihren Auftritten in der Las Vegas Sphere veröffentlicht. Die Aufnahmen stammen von der Eröffnungsshow der Residenz am 1. Oktober und zeigen unter anderem «The Call of Ktulu» sowie «…And Justice for All». Die Band teilte das Material über ihre offiziellen Kanäle.
Besonders auffällig ist die Darbietung von «The Call of Ktulu»: Das Video enthält eine neue orchestrale Einleitung sowie eine aufwendige visuelle Inszenierung, bei der ein riesiges Cthulhu-Motiv auf der Kuppel der Sphere zu sehen ist. Der Song stammt ursprünglich aus dem Jahr 1984 und gehört zu den instrumentalen Klassikern der Band. Die Sphere in Las Vegas ist für ihre immersive Kuppelprojektion bekannt und bietet Künstlern die Möglichkeit, visuelle Effekte über die gesamte Innenfläche des Veranstaltungsortes zu ziehen.
«…And Justice for All» hatte die Band nach Angaben aus dem Umfeld der Show erstmals seit mehr als zehn Jahren wieder live gespielt. Das Titellied des Albums von 1988 gilt als eines der komplexesten Stücke im Repertoire von Metallica. Die Pro-Shot-Aufnahme zeigt die Band während des Auftritts vor ausverkauftem Haus, untermalt von den charakteristischen visuellen Effekten der Sphere.
Die Residenz mit dem Titel «Life Burns Faster» läuft seit dem 1. Oktober und umfasst zahlreiche Termine. Nach der Show am 17. Oktober folgen im weiteren Verlauf des Monats weitere Auftritte. Für November sind zwei Konzerte am 5. und 7. angesetzt. Im Jahr 2027 setzt die Band die Reihe mit Terminen im Januar, Februar und März fort, darunter Auftritte am 28. und 30. Januar, am 4., 6., 18., 20., 25. und 27. Februar sowie am 4., 6., 11. und 13. März.
Neben der Las Vegas-Residenz hat die Band eine Tour für 2027 angekündigt, bei der Limp Bizkit als Support dabei sein sollen. Zudem deutete die Gruppe an, dass sie an neuem Material arbeitet: Die Rede ist von 767 neuen Riffen für ein mögliches kommendes Album, das nach Einschätzung von Beobachtern eine Rückkehr zum Sound der 1990er-Jahre bedeuten könnte.
Für Aufsehen sorgte zuletzt auch eine Äußerung von Frontmann James Hetfield während eines Konzerts am 10. Oktober. Er bedankte sich beim Publikum und betonte, Metallica seien nicht hier, um mit einer «Bullshit-Agenda» Einfluss zu nehmen. Man wolle den Menschen ermöglichen, die Welt da draußen für einen Abend zu vergessen. Die Band stehe für «Liebe, Energie und Heavy Music». Hetfield nannte keine Namen, doch in Fan-Kreisen wurde über mögliche Adressaten spekuliert.
Der ehemalige Pink-Floyd-Musiker Roger Waters reagierte scharf auf diese Aussagen. In einem Podcast sagte er, er sei «gelangweilt» von Hetfield und bezeichnete ihn als «kompletten Idioten». Waters ist seit Langem für seine propalästinensische Haltung bekannt und hatte sich in der Vergangenheit mehrfach politisch geäußert. Metallica selbst halten sich seit Jahren mit politischen Statements zurück; Hetfield hatte bereits 2017 erklärt, Politik spalte die Menschen.
Die Pro-Shot-Videos reihen sich in eine Reihe von Veröffentlichungen ein, mit denen die Band ihre aktuelle Live-Präsenz dokumentiert. Für Fans, die nicht nach Las Vegas reisen können, bieten die Aufnahmen einen Einblick in die visuelle und musikalische Umsetzung der Sphere-Shows. Die Residenz läuft noch bis März 2027.