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Moldau baut Bunker an Grenzübergängen zur Ukraine

Die Republik Moldau reagiert auf zunehmende Drohnenübergriffe aus dem Ukraine-Krieg und errichtet Schutzbauten an den Grenzübergängen. Innenministerin Daniella Misail-Nichitin kündigte am Mittwoch an, dass Grenzbeamte und Zivilbevölkerung bei Drohnenangriffen Schutz in den Bunkern finden sollen. Präsidentin Maia Sandu zufolge drangen allein im Jahr 2026 bereits mehr als 45 russische Drohnen in den moldauischen Luftraum ein.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Die Republik Moldau verstärkt angesichts einer wachsenden Zahl von Drohnenübergriffen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg den Schutz ihrer Grenzübergänge. Innenministerin Daniella Misail-Nichitin kündigte am Mittwoch an, an den Übergängen zur Ukraine Schutzbauten errichten zu lassen, in denen sich Grenzbeamte und die Zivilbevölkerung in der Nähe bei einem Drohnenangriff in Sicherheit bringen können. Die Maßnahme ist eine direkte Reaktion auf die zunehmende Gefährdung durch russische Drohnen, die wiederholt in den moldauischen Luftraum eingedrungen sind.

Präsidentin Maia Sandu zufolge drangen allein im Jahr 2026 bereits mehr als 45 russische Drohnen in den moldauischen Luftraum ein. Die Zahl unterstreicht die wachsende Bedrohung für das kleine Land an der Südwestgrenze der Ukraine, das nicht Teil der NATO ist und über keine eigenen leistungsfähigen Luftabwehrsysteme verfügt. Die Grenzübergänge zur Ukraine sind besonders exponiert, da sie in unmittelbarer Nähe zu den Kampfgebieten liegen.

Gleichzeitig zieht Moldau seine Grenzsoldaten teilweise von ukrainischem Boden ab. Die an den Stationen «Kryva» und «Palanka» auf ukrainischer Seite stationierten Beamten sollen künftig auf moldauisches Territorium verlegt werden. Am Übergang Palanka war zuletzt ein moldauischer Grenzbeamter durch den Einschlag einer Granate verletzt worden. Der Abzug markiert eine sicherheitspolitische Zäsur: Moldau gibt damit eine bisherige Präsenz auf ukrainischem Gebiet auf, um das eigene Personal nicht länger der Gefahr durch Kampfhandlungen auszusetzen.

Moldaus Verteidigungsministerium arbeitet unterdessen an Systemen zur Abwehr von Drohnen und Raketen. Zudem tauscht die Regierung in Chișinău Luftlagedaten mit der Ukraine und Rumänien aus, um Bedrohungen frühzeitig zu erkennen. Der Datenaustausch mit dem Nachbarland Rumänien, das Mitglied der NATO und der Europäischen Union ist, dürfte für Moldau eine wichtige Rolle spielen, da das Land selbst über keine ausreichenden Überwachungskapazitäten verfügt.

Die jüngsten Entwicklungen fallen in eine Phase intensivierter russischer Luftangriffe auf die Ukraine. Bei einem der schwersten russischen Luftangriffe auf die Ukraine sind am Mittwoch nach ukrainischen Angaben mindestens 28 Menschen getötet und 100 weitere verletzt worden. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem der «niederträchtigsten Angriffe» seit Beginn des Krieges. Die schwersten Verluste gab es in der Stadt Pryluky in der nördlichen Region Tschernihiw, wo eine russische Rakete ein fünfstöckiges Wohnhaus zerstörte. Regionalgouverneur Wjatscheslaw Tschaus zufolge starben dort 20 Menschen, darunter fünf Kinder.

Insgesamt feuerte Russland nach Angaben Selenskyjs in der Nacht 70 Raketen und Dutzende Schahed-Angriffsdrohnen auf die Ukraine ab. Das russische Militär hat zuletzt seine Angriffe auf Städte und Ballungszentren verstärkt und nutzt Schwächen in der ukrainischen Abwehr aus. Die ukrainische Flugabwehr leidet unter Munitionsmangel, vor allem bei Waffensystemen zur Bekämpfung ballistischer Raketen. Daneben setzt Russland neuartige Drohnen ein, gegen die die ukrainische Flugabwehr noch keine passende Abwehrstrategie entwickelt hat.

Für Moldau bedeutet die neue Bedrohungslage eine sicherheitspolitische Herausforderung, die über den reinen Grenzschutz hinausgeht. Das Land ist seit Jahren bemüht, seine Verteidigungsfähigkeit zu stärken, steht dabei aber vor finanziellen und technologischen Grenzen. Die angekündigten Schutzbauten an den Grenzübergängen sind ein erster konkreter Schritt, um die unmittelbare Gefahr für Grenzpersonal und Anwohner zu verringern. Ob weitere Maßnahmen folgen, ließ die Innenministerin zunächst offen.

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