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PSG gegen Aston Villa in Salzburg: Quoten, Stars und Prognose

Der UEFA-Superpokal bringt den Champions-League-Sieger und den Europa-League-Sieger nach Salzburg. Paris ist Favorit, doch Villas Umschaltspiel und die WM-Folgen halten das Finale offen.

Salzburg steht am Mittwochabend im Zentrum des europäischen Klubfußballs. Um 21.00 Uhr CEST trifft Paris Saint-Germain im Stadion Salzburg auf Aston Villa. Der Champions-League-Sieger gegen den Europa-League-Sieger, 28.500 Zuschauer im für die UEFA konfigurierten Stadion und zwei Mannschaften, die mit sehr unterschiedlichen Sommern in das erste große Endspiel der Saison gehen.

Die Wettmärkte sehen Paris vorne. Oddschecker führte am 11. August britische Bestquoten von ungefähr 4/5 für einen PSG-Sieg nach 90 Minuten, 29/10 für ein Remis und 15/4 für Aston Villa. Paris ist damit klarer Favorit, aber nicht in einem Bereich, der eine Überraschung praktisch ausschließt.

Sportlich spricht viel für die Franzosen. PSG verteidigte im Mai den Champions-League-Titel nach einem 1:1 gegen Arsenal und einem 4:3 im Elfmeterschießen. Khvicha Kvaratskhelia wurde von der UEFA zum Spieler der Champions-League-Saison gewählt. Neben ihm sorgen Ousmane Dembélé, Désiré Doué und Bradley Barcola für Tempo, während Vitinha und João Neves das Zentrum kontrollieren. Achraf Hakimi und Nuno Mendes schieben als Außenverteidiger weit nach vorne.

Die offene Frage lautet Fitness. Mehrere Pariser Profis kamen wegen der Weltmeisterschaft spät aus dem Urlaub. Finalteilnehmer konnten nach dem vorgesehenen Erholungsplan erst am 9. August zurückkehren. Drei Tage später steht bereits der Superpokal an. Luis Enrique muss deshalb zwischen eingespielter Hierarchie und körperlicher Frische abwägen.

Aston Villa hat den Kader stärker umgebaut. Morgan Rogers, Youri Tielemans und Lucas Digne sind nicht mehr dabei. João Gomes verstärkt das Mittelfeld, Alejandro Garnacho bringt Geschwindigkeit für den Flügel, Boubacar Kamara ist zurück. Amadou Onana und Johan Manzambi fallen wegen Knieverletzungen aus oder befinden sich noch in der Rehabilitation.

Ein mögliches Villa-Team beginnt mit Emiliano Martínez im Tor. Davor bieten sich Matty Cash, Ezri Konsa, Pau Torres und Ian Maatsen an. João Gomes und Kamara können das Zentrum absichern, John McGinn, Emiliano Buendía und Garnacho hinter Ollie Watkins spielen. Offiziell ist davon noch nichts: Die Startaufstellungen werden erst eine Stunde vor Anpfiff veröffentlicht.

Für deutsche und österreichische Zuschauer ist vor allem das taktische Duell interessant. UEFA-Analysen hoben bei Villas Europa-League-Sieg das schnelle vertikale Spiel und den Druck nach Ballverlusten hervor. Genau dort kann PSG verwundbar werden. Wenn Hakimi und Mendes gleichzeitig hoch stehen, entstehen Räume hinter den Außenpositionen. Watkins und Garnacho brauchen dann keine zehn Chancen; zwei oder drei saubere Umschaltmomente können reichen.

Paris wiederum wird versuchen, Villa so lange in den eigenen Block zu drücken, bis Kvaratskhelia oder Doué ein Eins-gegen-eins isoliert bekommen. Der Unterschied liegt in der Zahl der Lösungen: PSG kann ein Spiel über Ballbesitz, Flügeltempo oder Kombinationen durch das Zentrum gewinnen.

Besonders wichtig ist der Modus. Bei Gleichstand nach 90 Minuten gibt es keine Verlängerung. Es geht direkt ins Elfmeterschießen. Mit Martínez im Villa-Tor wäre das für Paris kein angenehmes Szenario.

Unsere Prognose lautet deshalb nicht auf einen Kantersieg, sondern auf ein enges 2:1 für PSG. Salzburg bekommt einen Favoriten, der mehr individuelle Qualität besitzt, und einen Außenseiter, dessen Spielweise genau die Art von Risiko erzeugen kann, die ein einzelnes Finale braucht.

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