Naoki Hamaguchi, der Regisseur des kommenden Spiels Final Fantasy 7 Revelation, hat sich zu den Forderungen der Fans nach einer vollständigen Disc-Version geäußert. In einem Interview mit Radio Times erklärte er, er habe «sein Bestes getan», um eine physische Veröffentlichung zu ermöglichen, während die Spieleindustrie zunehmend auf digitale Distribution setzt. Hamaguchi betonte, dass er die Anliegen der Fans verstehe und selbst ein großer Freund physischer Medien sei.
Der Entwickler, der bei Square Enix für das Remake-Kapitel verantwortlich ist, sagte, er habe seine Position genutzt, um «so stark wie möglich» für eine physische Version zu argumentieren. Das Ergebnis sei eine Disc-Version, die jedoch mit Einschränkungen verbunden ist: Die Disc für PlayStation 5 und Xbox Series X enthält lediglich den Anfang des Spiels, der Rest muss heruntergeladen werden. Hamaguchi räumte ein, dass dies nicht die ideale Lösung für alle sei, aber es sei das Beste, was er erreichen konnte. «Ich verstehe vollkommen, dass es Leute gibt, die mit dieser Richtung nicht einverstanden sind», sagte er. «Aber ich möchte sagen, dass ich ihre Sichtweise nachvollziehen kann und dass ich mein Bestes gegeben habe.»
Die Diskussion über physische Medien ist in der Gaming-Community derzeit besonders emotional. Viele Spieler fordern unter dem Motto «No disc, no purchase» den Erhalt von Datenträgern. Hamaguchi zeigte Verständnis für diese Haltung und verwies auf seine eigene Kindheit, in der er zahlreiche physische Spiele kaufte. «Wenn mir ein Titel besonders am Herzen liegt, möchte ich die physische Version haben», erklärte er. Zudem schätze er es, wenn Entwickler ihre eigenen Spiele auf einer Disc signieren können. Dennoch sieht er die Zukunft kritisch: «Ich kann mir eine Welt in nicht allzu ferner Zukunft vorstellen, in der physische Medien im Wesentlichen disc-los sind. Man hätte dann einen Code auf einem Stück Papier in der Box.»
Final Fantasy 7 Revelation soll am 8. April 2027 für PC, Nintendo Switch 2, PlayStation 5 und Xbox Series X/S erscheinen. Der Release fällt damit Monate vor Sonys Entscheidung, physische Veröffentlichungen für neue PS5-Spiele schrittweise einzustellen. Diese Ankündigung hatte in der Branche für Aufsehen gesorgt, ebenso wie die disc-lose Veröffentlichung von Grand Theft Auto 6. Hamaguchi betonte, dass der Druck in Richtung digitaler Editionen groß sei, er aber «mit begrenzter Autorität» für die physische Version gekämpft habe. Die Verantwortung für Produktlinie und Vertrieb liege beim Publishing-Team, dennoch habe er sich intern und mit den Plattformbetreibern für eine Disc eingesetzt.
Der Regisseur geht davon aus, dass physische Medien in irgendeiner Form erhalten bleiben werden. Allerdings wächst der PC-Markt weiterhin stark, und viele Spieler kaufen bereits digitale Kopien. Hamaguchi zufolge ist der Wandel unaufhaltsam, auch wenn er selbst die physische Version bevorzugt. Die Reaktionen der Fans auf die «Key Disc»-Lösung sind gespalten. Während einige die Bemühungen des Regisseurs anerkennen, fordern andere weiterhin eine vollständige Disc ohne zusätzlichen Download. Hamaguchi zeigte sich in dem Interview gelassen: «Es ist ein sehr kniffliges Thema», sagte er mit einem Lachen. Für ihn steht fest, dass er sich für die bestmögliche Lösung eingesetzt hat – auch wenn diese nicht alle zufriedenstellt.