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Ontarios Premier Ford attackiert Trump im Handelsstreit scharf

Im eskalierenden Handelsstreit zwischen Kanada und den USA hat Ontarios Premier Doug Ford US-Präsident Donald Trump scharf attackiert. Ford nannte Trump einen „Diktator“ und „Tyrannen“ und kündigte an, den Amerikanern „so viel Schmerz wie möglich“ zufügen zu wollen. Zuvor hatte Trump neue Zölle angekündigt.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Im Handelsstreit zwischen Kanada und den USA wird der Ton immer rauer. Nachdem US-Präsident Donald Trump neue Zölle angekündigt hatte, hat Ontarios Premier Doug Ford mit deutlichen Worten kontert. Bei einer Pressekonferenz am Montag nannte Ford Trump einen „Diktator“ und „Tyrannen“ und drohte mit massiven Gegenmaßnahmen. „Ich lasse mich von einem Diktator wie Präsident Trump, einem Tyrannen wie Präsident Trump, nicht einschüchtern“, sagte der 62-Jährige.

Hintergrund ist der eskalierende Handelskonflikt zwischen den beiden Nachbarstaaten. Trump hatte angekündigt, ab dem 1. Januar 2027 die Importabgaben für Autos, Lastwagen, Autoteile und Stahl auf 50 Prozent zu erhöhen. Bereits am Wochenende traten nach gescheiterten Verhandlungen Zölle in Höhe von 50 Prozent auf eine Reihe kanadischer Güter in Kraft. Betroffen sind Waren im Wert von rund 20 Milliarden Dollar, darunter Hockeyschläger, Möbel, Honig und Wein. Kanadas Premierminister Mark Carney kündigte daraufhin Gegenzölle ab dem 8. September an, die sich unter anderem auf Stahl, Milchprodukte, landwirtschaftliche Ausrüstung und Elektrogeräte konzentrieren sollen.

Ford gilt als einer der Hardliner auf kanadischer Seite. Er fordert die Regierung in Ottawa seit langem auf, sich von Trumps Drohungen nicht einschüchtern zu lassen, und setzt sich für Vergeltungsmaßnahmen ein. Dabei brachte er sogar Einschränkungen bei der Stromversorgung der USA aus Kanada und beim Zugang zu kritischen Rohstoffen ins Spiel. Carney sagte dazu: „Ich habe solche Maßnahmen noch nicht in Betracht gezogen. Doch nichts ist ausgeschlossen, denn wir befinden uns in einer neuen Phase.“

Trump hatte zuvor auf seinem Netzwerk Truth Social gegen Ford geschossen. Er bezeichnete den Premier als „Lakai“, der nur „große Töne“ spucke. Ford sei „besser bekannt als der weniger charismatische, intelligente und insgesamt unscheinbare Bruder des verstorbenen, großartigen Rob Ford“, schrieb Trump. Rob Ford, der Bruder des Premiers, war 2016 im Alter von 46 Jahren an Krebs gestorben.

Ford ließ die Beleidigung nicht auf sich sitzen. In Anspielung auf Trumps frühere Tätigkeit als Immobilienunternehmer sagte er: „Ich besitze ja auch ein paar Immobilien, darin kann Trump mir den Arsch küssen. Ich habe also viel Platz für Trump, um mir den Arsch zu küssen.“ Weiter schimpfte er den US-Präsidenten den „König der Insolvenzen“ und warf ihm vor, mit seinem „irrsinnigen Handelsstreit“ dem eigenen Volk zu schaden. „Ich habe mein ganzes Leben lang mit Typen wie dir zu tun gehabt, und weißt du was? Irgendwann kommst auch Du auf die Verliererstraße – weil du ein Verlierer bist“, sagte Ford an Trump gewandt.

Trump begründete seine Zolldrohungen damit, dass Kanada die USA seit Jahren „ausbeute“. Weiter behauptete er, sein Land sei nicht auf den Handel mit dem Nachbarn angewiesen. Laut US-Zensus ist Kanada jedoch derzeit der zweitgrößte Handelspartner der USA. Seit Jahresbeginn bis Juni seien Waren im Wert von rund 200 Milliarden US-Dollar ein- und etwa 175 Milliarden US-Dollar ausgeführt worden. Nur Mexiko ist ein noch größerer Handelspartner.

Ford kündigte an, im Fall weiterer Zölle hart zu reagieren. „Wir werden sehen, wie sich das entwickelt, aber wenn er den Kanadiern wehtun will, werden wir den Amerikanern so viel Schmerz wie möglich zufügen“, sagte er. Gleichzeitig betonte er: „Ich habe immer gesagt, dass ich das amerikanische Volk liebe. An dieser Aussage halte ich nach wie vor fest.“

Erst Mitte des Monats hatte Trump die nun in Kraft getretenen 50-Prozent-Zölle auf Eis gelegt, um einen Deal für das Öl-Pipeline-Projekt Keystone XL abzuschließen. Von der Pipeline, die Trump trotz Bedenken von Umweltschützern wiederbeleben will, war zuletzt aber keine Rede mehr. Ähnlich erratisch verhielt sich Trump auch zuvor im Handelskonflikt: Nach der Verhängung eines Zolls von 25 Prozent auf nahezu alle Waren im vergangenen Jahr drohte er zeitweise mit einem Satz von 100 Prozent.

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