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Iran-Krieg: Experten sehen Trump ohne glaubwürdige Exit-Strategie

Ein halbes Jahr nach Beginn des US-Militäreinsatzes gegen den Iran steckt Präsident Trump in einer politischen und militärischen Sackgasse. Experten bezweifeln, dass er einen Ausweg aus dem Konflikt findet, während die Kosten steigen und die Midterms näher rücken.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Was US-Präsident Donald Trump einst als „kurzen Ausflug“ und „kleines Scharmützel“ bezeichnete, hat sich zu einem zähen Militärkonflikt entwickelt, der nun bereits sechs Monate andauert. Der Krieg gegen den Iran ist für Trump zu einer immensen politischen Bürde geworden, und der Unmut in der US-Bevölkerung wächst angesichts der anhaltenden Kampfhandlungen und steigender Kosten. Vor den Kongress-Zwischenwahlen Anfang November mehren sich die Zweifel an der Glaubwürdigkeit seiner Siegesrhetorik.

Mindestens 18 US-Soldaten wurden nach Angaben aus dem Quellenmaterial getötet und mehr als 750 verletzt. Der Konflikt hat zudem die Treibstoff- und Lebenshaltungskosten in den USA massiv in die Höhe getrieben und die Staatsschulden weiter anwachsen lassen. Eine aktuelle YouGov-Umfrage für die Zeitschrift „Economist“ zeigt, dass sich die US-Bürger ein schnelles Kriegsende wünschen. Allerdings glauben inzwischen 50 Prozent der Befragten, dass der Krieg noch ein Jahr oder länger dauern wird.

Politikwissenschaftler sehen den Präsidenten in einer schwierigen Lage. Garret Martin von der American University in Washington sagt, Trump sei überzeugt gewesen, im Iran eine schnelle Machtdemonstration wie zuvor in Venezuela wiederholen zu können. „Jetzt ist er in einer Lage, aus der es keinen einfachen Ausweg gibt.“ William Galston von der Denkfabrik Brookings Institution geht noch weiter und stellt Trump ein schlechtes Zeugnis aus: „Hat er ein Kaninchen im Hut? Nein, ich glaube, sein Hut ist leer.“ Eine glaubwürdige Exit-Strategie fehle dem Präsidenten.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte Trump bereits im Frühjahr vorgeworfen, „offensichtlich keine Strategie“ im Iran-Krieg zu haben. Zudem sah Merz die Vereinigten Staaten durch die iranische Staatsführung „gedemütigt“. Trump reagierte darauf eingeschnappt und kündigte den bereits geplanten Rückzug Tausender US-Soldaten aus Deutschland an. Der Konflikt hat inzwischen auch das Verhältnis zwischen Trump und seinem langjährigen Verbündeten Benjamin Netanjahu belastet, der ihn nach Recherchen von US-Medien zu dem riskanten Militäreinsatz überredet haben soll.

Statt auf Verhandlungen mit Teheran setzt der US-Präsident neuerdings auf Drohungen mit einem „Wirtschaftskrieg“, um den Iran in die Knie zu zwingen. US-Finanzminister Scott Bessent sprach in Anspielung auf die Landung der Alliierten in Nordfrankreich 1944 sogar von einem „D-Day“ für den Iran. Unklar ist allerdings, wann die angedrohten Sanktionen gegen Irans Handelspartner greifen sollen. Derweil hat die US-Staatsverschuldung mit 40 Billionen Dollar einen neuen Höchststand erreicht, was nicht nur auf Trumps Steuersenkungen und die hohen Ausgaben für die Einwanderungsbehörde ICE zurückgeht, sondern auch auf den Iran-Krieg.

Bei den Kongresswahlen am 3. November droht Trumps Republikanern ein Denkzettel für den unvollendeten Krieg. Rund 50 Abgeordnete der oppositionellen Demokraten schrieben diese Woche in einem Brief an den Präsidenten: „Was als zweiwöchige Operation angekündigt war, ist jetzt ein umfassender Krieg, der seit über 150 Tagen andauert, mehr als 37 Milliarden Dollar gekostet und das Leben von 18 Soldaten gefordert hat.“ Die Regierung solle sich darauf konzentrieren, den Konflikt zu beenden und die „sehr realen finanziellen Sorgen der amerikanischen Öffentlichkeit“ anzugehen. Trump selbst reagiert auf Fragen zum Iran inzwischen gereizt bis gelangweilt und schwärmt lieber von seinen Bauprojekten wie dem Ballsaal am Weißen Haus oder dem Triumphbogen, anstatt über die Straße von Hormus und die massiv gestiegenen Spritpreise zu sprechen.

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