Ben Affleck spielt leidenschaftlich gern Videospiele, doch in Fortnite stößt der zweifache Oscar-Preisträger offenbar an seine Grenzen. In der aktuellen Folge des Podcasts New Heights mit den Brüdern Jason und Travis Kelce erzählte der Schauspieler, dass er sich in dem Battle-Royale-Titel regelmäßig geschlagen geben muss — und das gegen deutlich jüngere Gegner. «Ich denke immer, ich bin gut, und dann machen mich Zwölfjährige fertig», sagte Affleck. Er komme ins Spiel, rufe sich selbst motivierend zu, dass er jetzt komme, werde aber sofort eliminiert. Danach würden ihn die Kinder im Voice-Chat verspotten.
Affleck reagiert auf die Häme offenbar nicht gelassen. «Ich fange an zu diskutieren: ‹Fick dich! Ich bin nicht schlecht! Ich bin ein erwachsener Mann!›», zitierte er sich selbst. Der Schauspieler, der zuvor unter anderem seine Vorliebe für den Taktik-Shooter Valorant öffentlich gemacht hat, kennt sich mit kompetitiven Spielen aus. In dem Film Gone Girl ist seine Figur sogar beim Spielen von Battlefield 3 zu sehen. Dennoch scheint ihn Fortnite vor besondere Herausforderungen zu stellen.
Neben seinen eigenen Niederlagen beschäftigt Affleck ein weiteres Thema rund um das Spiel: die Kosten für Skins. Sein Sohn wünschte sich zu Weihnachten solche kosmetischen Gegenstände, und Affleck war schockiert, als er erfuhr, dass die gewünschten Skins mehrere Hundert Dollar kosten können. «Die sind nicht mal echt? Nur zum Anziehen im Spiel? Das ist Bullshit», sagte er. Seine Empörung über die Preise für rein digitale Kleidung teilte er deutlich hörbar im Podcast.
Die Begegnung mit den Fortnite-Skins hatte allerdings auch eine kreative Folge. Für seinen neuen Netflix-Thriller Animals, in dem eine Figur eine flauschige Hasenmaske trägt, ließ sich Affleck von den Skins inspirieren. Sein Sohn habe die Skins als «tough» bezeichnet, was Affleck nicht ganz nachvollziehen konnte. «Ich dachte, diese Kostüme sind so zufällig und ungewöhnlich, dass ich die Kostüme darauf basiert habe», erklärte er. Er habe angenommen, sein Sohn würde sie sich aus Spielen holen. Die Hasenmaske in Animals geht also direkt auf die bunte und teils absurde Ästhetik der Fortnite-Skins zurück.
Affleck ist nicht der einzige, der sich kritisch über den Zustand von Fortnite äußert. In der Gaming-Community wird derzeit diskutiert, ob die aktuelle Season des Spiels enttäuscht. Der Schauspieler reiht sich damit in eine Debatte ein, die weit über seine persönlichen Spielerfahrungen hinausgeht. Während er sich über die Niederlagen gegen Kinder ärgert, zeigt sein Beispiel, wie sehr das Spiel Menschen unterschiedlicher Generationen beschäftigt — und wie sehr die virtuellen Güter inzwischen den Alltag und sogar die Filmproduktion beeinflussen.